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Grazie: Seinen Dank sprach Karlsfelds Bürgermeister Stefan Kolbe (rechts) an Pietro Rossi (links) für dessen Dienste aus.

Abschied aus dem Karlsfelder Gemeinderat

Pietro Rossi hört nach 14 Jahren auf

14 Jahre diente Pietro Rossi (CSU) seiner Gemeinde Karlsfeld als Gemeinderat und das teils recht vehement, wenn er von seiner Meinung überzeugt war. Jetzt bat er darum, aus seinem Ehrenamt entlassen zu werden – der Grund ist allerdings ein schöner.

Karlsfeld – Pietro Rossi ist kürzlich nach Ampermoching gezogen, um seiner Familie und vor allem seinen Enkeln näher zu sein. Deshalb wollte er sein Ehrenamt als Karlsfelder Gemeinderat niederlegen. Diesem Wunsch gab jetzt der Gemeinderat in seiner jüngsten Vollversammlung einstimmig statt.

Pietro Rossi erklärte in der Sitzung: „Ich behalte zwar noch eine Zweitwohnung in Karlsfeld und hätte theoretisch im Gemeinderat bleiben können, aber ein Gemeinderat muss in seiner Gemeinde leben, er muss dabei sein. Aber das ist bei mir in Zukunft nicht mehr der Fall.“ Er bedankte sich bei den Gemeinderatskollegen, Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU) und seinen Wählern.

Der Bürgermeister würdigte Rossis leidenschaftliches Eintreten für Dinge, die dieser für richtig hielt. Er kenne Rossi schon seit mehr als 14 Jahren, nicht zuletzt auch als Vorsitzender der Karlfelder Fußballabteilung, als Gemeinderat und als Mitglied des CSU-Ortsverbands. Als Dank für Rossis Tätigkeit überreichte der Bürgermeister einen Geschenkkarton.

CSU-Fraktionschef Bernd Wanka sagte: „Wir werden Deine nicht immer mit deutschen Vorschriften kompatible Ansicht mancher Probleme vermissen. Wir werden Deinen pragmatischen Blick auf das Große und Ganze vermissen … und eines werden wir besonders vermissen: Dein süditalienisches Temperament!“

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Franz Trinkl betonte, was Rossi gemacht habe, geschah mit Leidenschaft. „Es ist schade, dass Karlsfeld jetzt auf Dich verzichten muss.“ Die Fraktionssprecherin vom Bündnis für Karlsfeld, Mechthild Hofner erklärte, sie habe Rossi auch deshalb 14 Jahre lang geschätzt, weil dieser seinen Standpunkt auch dann verteidigt habe, wenn er nicht immer CSU-konform war. Freie-Wähler-Vertreter Anton Flügel meinte, Rossis Wortbeiträge würden in Zukunft fehlen. Alle wünschten Rossi Gesundheit und viel Glück für seinen Lebensweg. Reinhard-D. Sponder

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