Neue Heimat für Asylsuchende: Auf dem Restgrundstück des Heizkraftwerks soll der Landkreis, nach dem Willen der Gemeinde Karlsfeld, Wohncontainer aufstellen. Grafik: kn

50 Asylbewerber in Container-Siedlung am Heizkraftwerk

Karlsfeld - Wo sollen die 50 für Karlsfeld vorgesehenen Asylbewerber untergebracht werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Karlsfelder Gemeinderat.

Bürgermeister Stefan Kolbe schlug dem Gremium vor, dem Landkreis gegen Pacht ein 5000 Quadratmeter großes Grundstück westlich des Heizkraftwerks zur Errichtung einer Container-Siedlung anzubieten. Die Fläche sei zentral, erschlossen und biete in unmittelbarer Nähe zahlreiche Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten.

Das Gremium nahm Kolbes Vorschlag einstimmig an. Man wolle sich solidarisch mit den Asyl suchenden Menschen und dem Landkreis zeigen, hieß es aus den Fraktionen von CSU und SPD. Bernd Wanka (CSU) regte an, den ehemaligen Arbeitskreis Asyl aus den 90er-Jahren zu reaktivieren - „um eine Willkommenskultur zu generieren“. Sozialreferentin Anita Neuhaus (SPD) brachte es auf den Punkt: „Wir wollen diese Menschen nicht nur mit einem schönen Grundstück, sondern auch mit offenen Herzen empfangen.“

An der Sitzung am Donnerstag nahmen zwölf Räte der CSU- und SPD-Fraktionen plus der Bürgermeister teil. Die vier Vertreter des Bündnis für Karlsfeld fehlten dagegen.

zip

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