Massiver Stromausfall in Teilen Südamerikas: Millionen Menschen ohne Elektrizität

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Der Landkreis Dachau will auf diesem Grundstück an der Bayernwerkstraße ein fünfzügiges Gymnasium bauen. Im Hintergrund die Kindertagesstätte „Glücksklee“. foto: hab

Der Bau des Gymnasiums beschäftigt die Karlsfelder

Damit da kein Koloss entsteht

Kommt da ein Klotz hin aufs Grundstück an der Bayernwerkstraße? Und wie sieht es mit dem Verkehr aus, wie mit dem Hochwasserschutz? Der Bau des Gymnasiums beschäftigt die Karlsfelder.

Karlsfeld – Die gestellten Fragen beschäftigen viele Karlsfelder, die in absehbarer Zeit einen neuen Nachbarn bekommen werden: das vierte Landkreis-Gymnasium. Schon bei einer Infoveranstaltung im Mai hatten Anwohner ihre Bedenken geäußert, in den folgenden Wochen kamen schriftliche Stellungnahmen im Rathaus an. Die Gemeinde hat darauf reagiert, einige Änderungen werden in den Bebauungsplan eingearbeitet.

Es gelte sicherzustellen, „dass da kein Koloss entsteht“, sagte Stadtplaner Werner Dehm am Mittwochabend im Bauausschuss des Karlsfelder Gemeinderats. In einer stufenartigen Bauweise werden die Gebäudehöhen gegliedert – von neun auf 13 und dann auf 16,5 Meter. Außerdem wird der Abstand von der Baugrenze zu den Nachbargrundstücken an der Ackerstraße von fünf auf 13 Meter erhöht. Die südlich wohnenden Nachbarn werden durch eine 46 Meter lange und dreieinhalb Meter hohe Lärmschutzwand abgeschirmt.

Wie sich der Bau auf den Verkehr westlich der Bahn auswirken wird, hat das Ingenieurbüro Gevas nach Schuljahresbeginn aktuell untersucht. Fazit: Die Bayernwerkstraße ist ausreichend leistungsfähig, um den durch das Gymnasium ausgelösten Verkehr (ca. 1000 Fahrzeugbewegungen täglich) aufzunehmen. Das vor allem zu Stoßzeiten unübersehbare Verkehrsproblem westlich der Bahn lasse sich durch den Bebauungsplan für das Gymnasium nicht lösen. Hier setzt die Gemeinde auf das Gesamtverkehrskonzept, das derzeit für den Gemeindeteil erstellt wird.

Der Verkehrsexperte Dr. Christoph Hessel hat bereits eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation vorgeschlagen. So soll das Gymnasium über eine von der Bayernwerkstraße abgehende Stichstraße erschlossen werden. Die Zahl der Stellplätze für den Hol- und Bringverkehr dort soll erhöht werden. Hessel empfahl zudem, die Eversbuschstraße an der Einmündung der Eisolzrieder Straße zur Vorfahrtsstraße zu machen und an der Zufahrt zur Zugspitzstraße einen kleinen Kreisverkehr einzurichten. Denn viele von Norden kommende Autofahrer wenden dort, um auf der Ostseite der Bayernwerkstraße zu parken.

Die größten Probleme bereitet der Knotenpunkt Otto-Warburg-Straße/Eversbuschstraße, er ist zu Spitzenzeiten schon jetzt völlig überlastet – doch er liegt auf Münchner Flur. Bürgermeister Stefan Kolbe kündigte an, hier Gespräche mit der Landeshauptstadt zu führen, um eine Lösung zu finden.

Die Gemeinde Karlsfeld hat in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Landratsamt ein Ingenieurbüro beauftragt, die Hochwassersituation zu untersuchen. Das Grundstück liegt im Überschwemmungsgebiet der Würm. Bei extremen Hochwasserlagen kann es überflutet werden. In einem Hochwasserkonzept festgelegte Maßnahmen sollen sicherstellen, dass sich mit dem Schulbau die Gefährdung der Nachbarn nicht erhöht und auch das Schulgebäude selbst bei Hochwasser nicht gefährdet ist.

Es ist Aufgabe des Architekten, die Belange des Hochwasserschutzes umzusetzen – so wie alle im Bebauungsplan festgelegten städtebaulichen Rahmenbedingungen. Den Architekten will der Landkreis in einem Wettbewerbsverfahren finden.

Thomas Leichsenring

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