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Das Baugebiet in unmittelbarer Nähe des Karlsfelder Bahnhofs: Hier entsteht die 1,6 Hektar große „Hirmerei“

Großprojekt am Bahnhof

Bebauungsplan für „Hirmerei“ wird aufgestellt

In Allach, am nordwestlichen Stadtrand und direkt an der Grenze zur Gemeinde Karlsfeld, sollen Mehrfamilienhäuser mit insgesamt rund 230 Wohnungen entstehen.

Karlsfeld/München – Das große Bauprojekt „Hirmerei“ hat die nächste Hürde genommen: Der Planungsausschuss des Münchner Stadtrats hat das Referat für Stadtplanung und Bauordnung jetzt beauftragt, einen Bebauungsplan aufzustellen. In Allach, am nordwestlichen Stadtrand und direkt an der Grenze zur Gemeinde Karlsfeld, sollen Mehrfamilienhäuser mit insgesamt rund 230 Wohnungen entstehen.

In Allach und Karlsfeld sieht man das Projekt mit einiger Sorge. Das Verkehrsaufkommen im Bereich Karlsfelder Bahnhof und Eversbuschstraße ist ohnehin schon überaus problematisch, vor allem morgens. Und dort, wo heute noch eine landwirtschaftlich genutzte Fläche ist, sollen einmal 550 Menschen leben, hinzukommen ein gastronomischer Betrieb sowie eine Kindertagesstätte – eine enorme zusätzliche verkehrliche Belastung für den gesamten Bereich.

Obendrein soll ab 2022 der Allacher Tunnel auf der A 99 saniert werden, das bedeutet mindestens fünf Jahre lang Teil- und auch Komplettsperrungen – und Ausweichverkehr auf den Straßen in Allach und Karlsfeld (wir berichteten). Eine Bürgerinitiative mit Mitgliedern aus Allach und Karlsfeld fordert schon seit vielen Monaten ein ganzheitliches Verkehrskonzept für den Bereich.

Mit 1,6 Hektar ist das dreieckige Grundstück zwischen der Eversbuschstraße, der Otto-Warburg-Straße und der Bahnlinie nicht sonderlich groß. Es wird demnach eine ziemlich kompakte Bebauung geben. Die Gebäude sollen drei bis fünf Geschosse erhalten. Die niedrigeren Häuser haben die Planer zur Eversbuschstraße hin angeordnet. Dort gibt es fast nur Ein- oder Zweifamilienhäuser. Die Autos der Hirmerei-Bewohner werden in einer Tiefgarage untergebracht. Das Baugebiet mit seinen verbundenen Innenhöfen selbst ist komplett autofrei konzipiert. Die Dächer sollen ausgiebig begrünt werden.

Grünfläche soll auch eine etwa 20 Meter breite Trasse zwischen dem Baugebiet und der Bahnlinie bleiben. Es gibt jedoch auch die Forderung, dort eine weitere Straße zu bauen, um die Eversbuschstraße und die Bajuwarenstraße auf Karlsfelder Seite zu entlasten.

dn

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