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Gabriele Küblböck leitet die Karlsfelder Gemeindebücherei

Gemeindebücherei Karlsfeld

Weniger Entleihungen, weniger Besucher

Die Karlsfelder Gemeindebücherei hat zu kämpfen. 2017 ging die Zahl der Entleihungen abermals zurück.

Von Thomas Leichsenring


Karlsfeld – Es liegt vor allem an der Konkurrenz im Internet: Öffentliche Büchereien haben zu kämpfen. Das ist auch in Karlsfeld so, wo die Bücherei heuer ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Wie die Leiterin der Gemeindebücherei Gabriele Küblböck dem Hauptausschuss des Karlsfelder Gemeinderats in ihrem Jahresbericht für 2017 mitteilte, ging die Zahl der Entleihungen gegenüber 2016 um 5622 auf 120 597 zurück. Das ist ein Minus von 4,5 Prozent. Damit setzt sich ein Trend der vergangenen Jahre fort. 2011 lag die Zahl der Entleihungen noch bei 131 000.

„Ich habe mit Kolleginnen anderer Büchereien gesprochen, die Tendenz bei den Entleihungen ist überall rückläufig“, sagte Gabriele Küblböck.

Ein Minus gab es nicht nur bei den Entleihungen, sondern auch bei der Besucheranzahl. Die lag 2017 bei 33 184. Das waren 5576 oder 14 Prozent weniger als 2016.

Gut läuft die Onleihe, also die Entleihungen übers Internet. Von den 120 597 Entleihungen 2017 waren 9283 in der Onleihe. 2016 waren es 7624 Entleihungen gewesen. Das bedeutet ein sattes Plus von 22 Prozent.

Gabriele Küblböck präsentierte dem Ausschuss noch eine ganze Reihe weiterer Zahlen. So hatte die Karlsfelder Gemeindebücherei zum 31. Dezember 2017 21 355 physische Medien im Bestand. Hinzu kommen 12 206 im Onleihe-Verbund. Es gibt 4046 Kunden mit Bibliotheksausweis, davon sind 3464 aus Karlsfeld. Das entspricht etwa 15 Prozent der Einwohner. Dies sei noch „ausbaufähig“, sagte Küblböck.

Von den 4046 Kunden sind 2204 aktive Leser, davon nutzen wiederum 15 Prozent das Online-Angebot. 2017 war die Gemeindebücherei an der Rathausstraße an 248 Tagen geöffnet, das macht in Summe 1338 Öffnungsstunden. Die Bücherei ist Dienstag mit Freitag jeweils von 12 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet.

Gabriele Küblböck musste einräumen, dass es bei der Onleihe „in letzter Zeit häufig zu Störungen“ komme. Außerdem gebe es lange Wartezeiten, bis ein Bestseller endlich online zur Verfügung stehe. Man habe schon über einen Anbieter-Wechsel nachgedacht, aber es gebe nur wenige Konkurrenzunternehmen.

Die Büchereileiterin und ihr Team haben sich Gedanken gemacht, wie wieder mehr Kunden gewonnen werden können. So soll die Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und den örtlichen Vereinen forciert werden. Mit verschiedenen Veranstaltungen und Angeboten sollen Kinder und Jugendliche erreicht werden. Der Eingangsbereich der Bücherei soll behindertengerecht umgebaut werden. Und: Man will die Außenbeschriftung der Bücherei verbessern, es soll auf den ersten Blick erkennbar sein, dass sich hier die Gemeindebücherei befindet. Dies fand CSU-Gemeinderat Bernd Wanka besonders wichtig: „Wir müssen uns besser verkaufen!“

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