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Endlich wieder Probenbetrieb: Leiter Reinhard Hagitte.

Blaskapelle Karlsfeld freut sich wieder proben zu dürfen

Die Zeit der Stille ist für die Blaskapelle vorbei

Bei der Blaskapelle Karlsfeld sind alle „unendlich erleichtert“, dass sie jetzt wieder spielen können. Genauer gesagt: proben.

Karlsfeld „Die Ausrufung des Katastrophenfalls und das Verbot, unser liebstes Hobby, die Pflege der bayerischen Blasmusik weiterhin auszuüben, hat uns schwer getroffen.“ Reinhard Hagitte, Leiter der Blaskapelle Karlsfeld, denkt noch mit Schrecken an die schwierige Zeit zurück.

Aber er und alle aus der Kapelle sind „unendlich erleichtert“, dass sie jetzt wieder spielen können. Hagitte: „Überraschenderweise kam am 14. Juni die Information, dass ab sofort wieder in normaler Stärke der Probenbetrieb aufgenommen werden darf.“

Rund 40 Musikanten aus Kapelle und Big-Band mussten von einem Moment auf den anderen ihre wöchentlichen Treffen einstellen. Ihnen war bald klar, dass das unbeschwerte Musizieren und die Freude, die man erfährt, wenn man es an das Publikum weitergibt, lange Zeit nicht möglich sein würde. Da blieb nur das Üben im stillen Kämmerlein. „Man erinnerte sich wieder an die alten Etüden und nutzte die plötzlich freie Zeit dazu, regelmäßig zu üben und dafür zu sorgen, dass die Ventile geschmeidig blieben und der Ansatz und die Technik nicht allzu sehr den Umständen zum Opfer fallen“, berichtet Hagitte.

Da war es „ein Segen“, dass vom Altenheim St. Josef die Anfrage kam, ein kleines Konzert draußen im Garten zu geben – eine mehr als willkommene Abwechslung für die Bewohner des Heims, aber mindestens genauso wie für die Musizierenden. Dort spielten sie noch ein zweites Mal. Auch vor dem Altenheim in der Rothschwaige traten sie auf.

Aktuell haben sie von diesem Haus Anna Elisabeth eine zweite Einladung. „Der werden wir sicher nachkommen.“

Das erste Probentreffen nach der Zwangspause war emotional stark von Wiedersehensfreude und Erleichterung geprägt. „Jeder durfte sich einen Titel wünschen, den er nach der langen Zeit gerne wieder spielen wollte“, so Hagitte. Weil bis Ende Oktober noch keine größeren Veranstaltungen erlaubt sein werden, sind erst mal außer Proben keine weiteren Termine geplant. „Und ob wir unser Neujahrskonzert in gewohnter Weise abhalten können, steht noch in den Sternen“, erklärt der Kapellenleiter.

Deshalb hat Reinhard Hagitte eine interessante Idee: „In Karlsfeld gibt es eine Reihe verschiedener und guter musikschaffender Gruppen. Es wäre ein Wunsch und ein Aufruf an die in Karlsfeld für das Kulturleben Verantwortlichen, noch vor den Sommerferien ein gemeinsames Konzert zu organisieren, um der Öffentlichkeit zu zeigen, dass die Zeit der Stille in Karlsfeld vorüber ist und sich wieder was bewegt.“ 

ep

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