Bündnis lehnt Bebauungsentwurf ab

Karlsfeld - Nach langer Diskussion hat der Karlsfelder Gemeinderat einen Beschluss für die Bebauung entlang der Münchner Straße gefasst: Das Planungsbüro Topos soll das Verfahren fortführen.

Getreu dem Motto „Es ist zwar schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem“ haben die Gemeinderäte wieder lange über die Aufstellung eines Bebauungsplans für den Bereich zwischen Gartenstraße und Krenmoosstraße diskutiert. Beschlossen wurde: Aufgrund des vorgestellten Entwurfes soll das Planungsbüro Topos das Verfahren fortführen.

Das Areal entlang der Münchner Straße zwischen Vitalcenter und Sparkasse gibt momentan kein schönes Bild ab. Nachdem vor einigen Jahren einige Bauvoranfragen von Investoren die Gemeinde erreichten, erließ der Gemeinderat eine Veränderungssperre. Es sollte verhindert werden, dass unliebsame Gebäude errichtet werden. Mit der Aufstellung eines Bebauungsplans will die Gemeinde jetzt festlegen, wie Gebäude entlang der Münchner Straße auszusehen hat.

Und zwar so: Drei- bis viergeschossig und zwölf Meter von der Münchner Straße entfernt. Denn zwischen den Gebäuden und der Straße soll Platz sein für Grünanlagen mit Bäumen sowie für einen Geh- und Radweg.

SPD und CSU stimmten für den Entwurf von Frank Becker-Nickels vom Architektenbüro Topos, das Bündnis lehnte ihn ab. Aus zwei Gründen: Das Bündnis plädierte für einen Architektenwettbewerb. Außerdem hält es die zwölf Meter Abstand zwischen der Fahrbahn und den Gebäuden für zu gering.

Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU) war anderer Meinung: „Ich halte diesen Entwurf für einen sehr guten.“ Reinhard Pobel (SPD) bezeichnete den Entwurf von Topos als „einen Vorschlag, den man weiter verfolgen sollte“. Und Bauamtsleiter Thomas Schlichenmayer hält „einen Wettbewerb gerade hier für nicht zielführend.“ Denn der Spielraum sei an dieser Stelle doch ziemlich gering. (flg)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare