Bürgerstiftung Karlsfeld

Segensreiches Wirken seit zehn Jahren

Fast 70 000 Euro hat die Karlsfelder Bürgerstiftung für wohltätige Zwecke ausgeschüttet. Kaum zu glauben, aber jetzt feiert die Stiftung bereits ihr zehnjähriges Bestehen. Ein Rückblick.

Karlsfeld – Vor genau zehn Jahren hat der Karlsfelder Gemeinderat – damals noch unter dem Vorsitz von Bürgermeister Fritz Nustede – beschlossen, eine Bürgerstiftung einzurichten. Nustedes Nachfolger Stefan Kolbe ist heute noch heilfroh über diese Entscheidung. Mehr als einmal habe sich in diesen zehn Jahren gezeigt, „dass die Bürgerstiftung eine schöne, vernünftige und segensreiche Einrichtung ist. Wir haben die Möglichkeit, Bedürftigen zu helfen und Projekte zu fördern.“

Die ursprüngliche Idee, eine Bürgerstiftung ins Leben zu rufen, kam vom „Sozialen Netzwerk Karlsfeld“. Auch dort hatte man beobachtet, dass immer mehr Menschen materielle Unterstützung benötigen und die öffentliche Hand gleichzeitig finanzielle Mittel für soziale, kulturelle und Naturschutzprojekte ständig kürzt.

„In dieser Situation gewinnt das ehrenamtliche Engagement der Bürger zunehmend an Bedeutung“, heißt es auf der Internetseite der Bürgerstiftung. Idee des Sozialen Netzwerks war es, dieses Engagement über die Bürgerstiftung zu fördern. Gleichzeitig sollten Einzelfallhilfen möglich werden.

In zehn Jahren hat sich enorm viel getan. Im April 2008 überwies die Gemeinde Karlsfeld die ersten 5000 Euro auf das Stiftungskonto. Seither ist das Grundstocksvermögen, aus dessen Zinserträgen die Ausschüttungen erfolgen, auf fast 250 000 Euro angewachsen. Firmen wie Art Deco haben die Bürgerstiftung durch Zustiftungen ebenso unterstützt wie Privatpersonen und Vereine wie etwa der Kunstkreis Karlsfeld, der regelmäßig Kunstauktionen zugunsten der Stiftung veranstaltet.

Zuletzt haben die Organisatoren der 13. Dachauer Hallenmeisterschaften für Nachwuchsfußballer einen Scheck über 6500 Euro an Bürgermeister Stefan Kolbe in seiner Funktion als Vorsitzender des Stiftungsrates übergeben. Diese stattliche Summe kam bei der Großveranstaltung über Eintritts- und Startgelder zusammen. In Summe war es sogar mehr, sodass die Veranstalter auch noch 1500 Euro an die Nachbarschaftshilfe und 1000 Euro an die Krebsselbsthilfegruppe Karlsfeld übergaben.   

Der Stiftungsrat entscheidet, wohin die Ausschüttung geht. Ihm gehören neben dem Vorsitzenden Stefan Kolbe noch Karin Boger, Elvira Meyer, Anita Neuhaus, Rosi Rubröder, Irmgard Wirthmüller sowie Hans Wülfert an.

Rund 68 000 Euro sind in den vergangenen zehn Jahren an bedürftige Personen sowie an Vereine und Organisationen ausgeschüttet worden. Zuletzt erhielten das Caritas-Zentrum Dachau und das Vivaldi-Orchester Karlsfeld Geld von der Stiftung. In den Jahren davor wurden unter anderem die BRK-Bereitschaft Karlsfeld, die Arbeiterwohlfahrt und das Heimatmuseum unterstützt. Die nächste Ausschüttung findet im November statt. Thomas Leichsenring

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