Klaus Peter Kühne, Vorsitzender beim Karlsfelder Kunstkreis
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Hofft auf das Jahr 2021: Klaus Peter Kühne ist seit März 2019 Vorsitzender beim Karlsfelder Kunstkreis.

Traditionelle Mitgliederausstellung endgültig abgesagt

Nur drei statt acht Ausstellungen im Jahr 2020: Corona bremst auch den Karlsfelder Kunstkreis aus

Corona hat so manche Pläne im vergangenen Jahr durchkreuzt, so auch beim Karlsfelder Kunstkreis. „Ich denke, wir haben aus den Umständen das Beste gemacht“, sagt der Vorsitzende Klaus-Peter Kühne auf die Frage nach einer Jahresbilanz.

Karlsfeld - Von den acht geplanten Ausstellungen konnten vor und zwischen den Lockdowns nur drei stattfinden: Rosa Quint, Tayama Da Silva-Nielsen mit Pingkan Lukas und der Gastkünstler aus Gröbenzell Luis Barrios-Otero zeigten ihre Bilder und Fotografien in der Galerie Kunstwerkstatt. Für die Ausstellung in der Korneliuskirche, für Ottilie Patzelts Gemälde oder die Fotografien von Alexander Krohmer gab es heuer keine Möglichkeit. Die Jahresausstellung des Kunstkreises, die traditionell im November stattfinden würde, wurde gar zweimal verschoben und letztlich abgesagt.

„Wir haben wirklich gekämpft und daran geglaubt, aber die Absage lag schließlich nicht an uns“, sagt Kühne. Der Lockdown seit November ließ es einfach nie zu, dass Künstler bereits vorbereitete Werke zum Thema „Zwischenzeit“ zeigten. Viele der geplanten Ausstellungen wurden nun auf dieses Jahr verschoben.

Eine recht „kurzentschlossene Aktion“ (Kühne) mit vielen positiven Rückmeldungen war im August der Kunstspaziergang Karlsfeld. Mitglieder des Kunstkreises stellten Werke in Schaufenstern der Karlsfelder Mitte aus (wir berichteten mehrfach). „Anfangs waren selbst einige Künstler skeptisch, doch als sie sahen, um welche Schaufenster es geht und dass sie ihre Präsentation selbst gestalten konnten, waren viele dabei“, erzählt Kühne. Auch bei den Karlsfeldern hatte er den Eindruck, dass der Kunstkreis in den Schaufenstern für Überraschungsmomente sorgen konnte. „Wir sind sehr zufrieden mit der Aktion“, lautet Kühnes Fazit.

Im Oktober hatten die Kunstkreis-Mitglieder das letzte gemeinsame monatliche Treffen. „Momentan läuft alles über E-Mail“, berichtet Kühne. „Das kann man für eine überschaubare Zeit so machen, doch irgendwann muss man die Leute auch einmal wieder sehen.“

Der Vorsitzende rechnet mit einem Lockdown bis Ostern, deshalb möchte der Verein vorher keine neuen Termine ansetzen. Die erste offizielle Vernissage für dieses Jahr hofft der Verein am 16. April mit Liz Schinzler feiern zu können.

Außerdem steckt Kühne gerade mitten in der Abstimmung zum Termin der Kirchen-Ausstellung mit dem Titel „Wegweiser“. „Wir orientieren uns immer am Kulturwochenende der Gemeinde im Juli, aber es gibt noch kein festes Datum“, erklärt der Vorsitzende. Verständlicherweise sei die Gemeinde sehr zaghaft mit den Planungen.

Auf der Webseite www.kunstkreis-karlsfeld.de sind alle bisher geplanten Termine einsehbar. Damit der Verein und die Kunst selbst bis zur nächsten Ausstellung nicht in Vergessenheit gerät, stellen die Dachauer Nachrichten in Kürze einige Mitglieder in loser Reihenfolge vor.

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