Feuerwehrmann Feuerwehrauto
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Gute Nachrichten für die Freiwillige Feuerwehr: Die Werbekampagne zieht!

18 Erwachsene und fünf Jugendliche

Da gratuliert sogar der Staatssekretär: Karlsfelder Feuerwehr wirbt mit großem Erfolg neue Mitglieder an

Wer in Karlsfeld kennt sie nicht, die bunten Plakate der Freiwilligen Feuerwehr Karlsfeld mit der Aufschrift „Karlsfeld brennt“ oder „Karlsfeld steht das Wasser bis zum Hals“? Seit Frühjahr sucht die Freiwillige Feuerwehr mit ihrer innovativen Kampagne neue Mitglieder für den aktiven Dienst. Mit Erfolg! „Bis Mitte November konnten bereits 18 Erwachsene – drei Frauen und 15 Männer – für den aktiven Dienst gewonnen werden, dazu fünf neue Mitglieder für die Jugendfeuerwehr“, teilt die Agentur Weimer & Paulus aus Dachau mit, die die Kampagne ausgearbeitet hat.

Karlsfeld – Die Kampagne der Karlsfelder Feuerwehr und ihr großer Erfolg fand nun sogar im Bayerischen Innenministerium Beachtung. Gerhard Eck, MdL und Staatssekretär, hat sich zu einem Besuch in Karlsfeld angekündigt. Er wird sich bei einem Pressetermin und im Beisein von Bürgermeister Stefan Kolbe am kommenden Montag persönlich über die Kampagne informieren und den Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr Karlsfeld zu ihrem Erfolg gratulieren.

Vor ziemlich genau einem Jahr waren Vertreter der Karlsfelder Feuerwehr in einer Sitzung des Hauptausschusses des Gemeinderats zu Gast. „Wir können das Leistungsniveau nicht mehr halten“, warnte Feuerwehr- Sprecher Michael Konrad damals. „Daraus ergeben sich Risiken!“ Rund 70 Aktive hatte die Wehr damals, die Zahl der Dienstleistenenden stagnierte seit Jahren, obwohl die Aufgaben und Einsätze immer mehr wurden. Weil einige Kameraden wegziehen wollten und andere in absehbarer Zeit die Altersgrenze von 65 Jahren erreichen, drohte der Personalstand sogar zu schrumpfen.

Mithilfe der Kampagne sollten bis Ende 2020 zehn neue Mitglieder gewonnen werden. Die Kampagne koste rund 35 000 Euro, sagte Konrad in der Sitzung. Die Gemeinderäte folgten dem Wunsch der Feuerwehr bereitwillig und genehmigten für die Finanzierung einen Zuschuss in Höhe von 25 000 Euro.

„Der Plan der Freiwilligen Feuerwehr Karlsfeld, etwas provokanter, jünger, frecher und moderner an das Thema Mitgliedergewinnung heranzugehen, ist voll aufgegangen“, schreibt die Agentur Paulus & Weimer in ihrer Pressemitteilung. Bei ansonsten durchschnittlich zwei Neueintritten pro Jahr und aufgrund der Corona-Beschränkungen unter erschwerten Rahmenbedingungen habe das Ergebnis von 18 Erwachsenen, die sich der Feuerwehr angeschlossen haben, alle „Ziele und Erwartungen weit übertroffen“.

Aktuell läuft die zweite Kampagnen-Welle mit Motiven wie „Ordentlich saufen“ oder „Verboten heiß“. dn

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