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Gruppe Menschen mit Absolventenkappen
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Hut ab vor denen, die den Hut (noch) aufhaben: die Absolventen der 13. Klasse. Kurz darauf warfen sie ihre Kopfbedeckungen hoch in die Luft, wie es vor allem in den USA der Brauch ist.

Fachoberschule Karlsfeld verabschiedet neben 139 Zwölftklässlern erstmals Abiturienten

Das Schiff „FOS 13“ ist im sicheren Hafen

Die FOS Karlsfeld verabschiedete heuer nicht nur die zwölften Klassen, sondern erstmals auch Abiturienten

Karlsfeld – Wenn alle „dienstlichen Veranstaltungen“ so ablaufen, dann sollte es nur noch solche geben: Mit festlich gekleideten Menschen, mit vielen Blumen und viel Klatschen und Lachen und Freude. Weil es nach offizieller ministerieller Sprachvorgabe heuer keine „Feiern“ zum Schulabschluss geben darf, „begeht“ man dann halt dieses Ereignis, und zwar „gebührend“, wie Schulleiterin Carola Zankl es formulierte. Und das war es dann auch: ein würdiges und auch emotionales Ereignis nach einem ganz besonderen Schuljahr bei der Fachoberschule Karlsfeld. Insgesamt 150 Absolventen wurden am Mittwoch verabschiedet.

In einer ersten Feierstunde wurden die 139 Absolventen der sieben 12. Klassen verabschiedet.

„Was Sie alles geleistet haben, um diesen Abschluss zu bekommen, bei soviel Stress! Es war eine große Herausforderung und die Vorbereitung für das Leben. Wer so das Abi schafft, f��r den wird das Studium ein Leichtes sein“, sagte Zankl. Es habe aber auch viel Vertrauen und Offenheit auf allen Seiten gegeben. Und die Stimme der Lehrer beim Lernen zuhause mag ja auch mal „ein guter Ersatz für das Hörbuch zum Einschlafen gewesen sein“.

Loni Müller, Luis Stögermair und Fritz Möller-Holtkamp von der SMV (Schülermitverantwortung), die jetzt auch die Schule verlassen, betonten anerkennend, dass „ihre“ Schule als Erste in Bayern den Online-Unterricht eingerichtet hatte. Die Zeit ohne gemeinsames Lernen sei schwer gewesen. „Aber wir haben es geschafft.“ Ihr Dank an die Lehrkräfte und an „das Sekretariat“ war umfassend.

In der schön geschmückten Turnhalle bekamen am Vormittag erst die sieben 12. Klassen ihr Zeugnis zur Fachhochschulreife. Insgesamt 131 Namen rief Carola Zankl auf, vom ersten bis zum letzten Namen mit strahlendem Lächeln und ganz persönlicher Zugewandtheit. Stolz oder lässig, je nachdem, stiegen die Absolventen die mit Rosenblättern belegten Stufen zur Bühne hinauf, natürlich einzeln und mit Maske. Dort nahmen sie ihre Urkunde in Empfang. Unterstützt wurde die Schulleiterin von ihrer Stellvertreterin Rosi Gampe, die allen eine bunte Gerbera überreichte, und Schulleitungs-Mitarbeiterin Theresa Winnen.

Modisch war an diesen jungen Damen und Herren alles vertreten, was die Mode für solche Anlässe hergibt: Dirndl und Lederhose, das kleine Schwarze und der dunkelblaue Slim-Fit-Anzug, aber auch das flatternde rote Abendkleid oder Jeans mit Spitzenbluse und feinem Hemd.

Outfit hin oder her: Allen war die Freude anzusehen über ihren Erfolg. Sie war nur etwas getrübt, weil die Familie nicht dabei sein konnte. Und wer dann noch eine „Eins“ vor der Durchschnittsnote hatte, konnte sich besonders freuen (Bericht folgt).

Am Nachmittag dann eine Premiere in der FOS: Ihr erster Abiturjahrgang wurde verabschiedet. Diesmal reichte der Abstands-Platz in der Halle auch für die Familien.

Wer nach der 12. Klasse noch weitermachen wollte, kann das an der FOS Karlsfeld seit dem Schuljahr 2019/2020. Insgesamt 19 Absolventen und Absolventinnen haben das Angebot erfolgreich genutzt. Sie hatten sich, wie Carola Zankl es in einer „Klabautergeschichte“ erzählte, auf eine gewagte Fahrt auf das Schiff „FOS 13“ eingelassen und sind in unbekannte Gewässer vorgedrungen, samt besonders stürmischer Zeiten und Unwägbarkeiten, einschließlich eines fremden Schiffes „Neusässos“. Deren Crew, so erzählte es „Kapitänin“ Zankl, war mit besonders vielen Rotstiften bestückt. Sie spielte damit auf die vielen schriftlichen und mündlichen Prüfungen an, die in diesem Jahr noch extern in Neusäß bei Augsburg stattfinden mussten. Mit Bussen waren die Schüler dorthin gefahren. Nach der Erfüllung der „Bestehensquote“ heuer kann im nächsten Jahr im eigenen Haus geprüft werden.

Klassensprecherin Theresa Kaufmann bedauerte trotz des „Prüfungsmarathons“, dass das Schuljahr nun zu Ende ist. Sie hätten immer „eine starke Schulter“ zum Anlehnen gefunden. Frau Zankl, die auch ihre Klassenleiterin war, zollte sie „großen Respekt“ vor dem, was sie alles in dieser Krise „gemanagt und herumtelefoniert habe und rumgefahren“ sei.

Für den zweiten Bürgermeister Stefan Handl „und die ganze Gemeinde“ ging ein „lang gehegter Traum, in Erfüllung, dass man nun in Karlsfeld jeden Schulabschluss machen kann“. Er wünschte den erfolgreichen jungen Leuten, dass sie ihre Verantwortung für andere in der Gesellschaft übernehmen, bei so mancher aktuell zu beobachtenden Unvernunft einiger.

Beide „Feiern“ wurden mit flotter Disco-Musik untermalt, passend zum Anlass etwa mit dem Ohrwurm von Andreas Bourani „Ein Hoch auf uns“. Und natürlich zum Schluss „We are the Champions“ von Queen.

Das waren sie alle zusammen in der Tat: Die Lehrenden und die Lernenden in einem außergewöhnlichen Schuljahr.

Elfriede Peil

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