+
Brezenschlüssel zur Asylunterkunft: v.l. Stefan Egenhofer, Stefan Reith, Bernhard Rümmler, Lorenz Künneth und Landrat Stefan Löwl. 

Flüchtlinge in Karlsfeld

Alternative zur unbeliebten Traglufthalle

Die Traglufthalle in Karlsfeld ist seit wenigen Wochen Geschichte. Eine weitere, dauerhafte Unterkunft am Spitz wurde nun eingeweiht. Wer dort einziehen soll, ist noch nicht klar.

Karlsfeld – Einen symbolischen Breznschlüssel haben die Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft, Stefan Egenhofer und Stefan Reith, an Landrat Stefan Löwl übergeben: Für die dauerhafte Asylbewerberunterkunft mit vier Häusern am Karlsfelder Spitz zwischen Hoch- und Bajuwarenstraße. Es sei ein Vorzeigeobjekt, so Landrat Löwl bei der Einweihung.

Helle Zimmer statt Traglufthalle 

Gerade mal zwei Wochen ist es her, dass die Traglufthalle im Industriegebiet abgebaut wurde. Nun steht die kleine Wohnanlage. Die Wohneinheiten für sechs Personen seien außerdem für Familien gut geeignet und kein Vergleich zur unbeliebten Traglufthalle mit Gemeinschaftsduschen und Gemeinschaftsküchen, so Löwl. 

Dass die hellen Räumlichkeiten Vorzeigecharakter haben, wurde bei einem Rundgang durch eine bereits fertiggestellte Wohneinheit deutlich: Die Zimmer mit Holzwänden wirken offen und hell.

Nicht mal ein Jahr ist es her, dass die Wohnungsbaugesellschaft vom Landrat den Auftrag für das Projekt bekam. Die Unterkunft sei termingerechte fertiggestellt worden, so Stefan Reith, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft. 

Wer in die Unterkunft einzieht, ist nicht klar

Vielleicht ist die Gemeinde auch ein Vorreiter in Sachen Unterbringungsproblematik: Bereits dreimal besuchte eine iranische Delegation die Asylunterkunft an der Parzivalstraße, die ähnlich konzipiert wurde. Auch eine israelische Gruppe hat sich für eine Besichtigung angemeldet. Ein Zeichen, dass „alle die gleichen Probleme“ hätten, so Landrat Löwl.

Wer in die neuen Häuser am Spitz einzieht, sei laut Löwl nicht klar. Denn die Flüchtlinge würden von der Regierung von Oberbayern an die Landkreise verteilt. Sicher sei aber, dass die zukünftigen Bewohner schon länger in Deutschland seien und sich schon besser auskennen würden. 

Brezenschlüssel soll Glück bringen

Schließlich hofft er, dass die Arbeit der Helferkreise Früchte trägt und die Bewohner sich in Karlsfeld schnell integrieren.

Der Breznschlüssel soll ein gutes Omen für die Zukunft sein, denn Brot und Salz bringen bekanntlich Glück. Auch den kirchlichen Segen bekam die Unterkunft von Pfarrer Bernhard Rümmler vom katholischen Pfarrverband und Lorenz Künneth von der Korneliuskirche.

Norbert Habschied

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Klares Ja des Kreisausschusses zu den Fahrradautobahnen
Das Thema Schnellradwege bleibt ein heißes Eisen. Nun hat sich erstmals der Kreisausschuss damit befasst. Fast alle Kreisräte stehen dem Bau der Radautobahnen positiv …
Klares Ja des Kreisausschusses zu den Fahrradautobahnen
„Mister Landratsamt“ sagt Servus
Mit Gerhard Weber geht einer erfahrensten Mitarbeiter des Landratsamtes Dachau in den Ruhestand. Der „Mister Landratsamt“ hat nach 39 Jahren im Dienst viel zu erzählen. …
„Mister Landratsamt“ sagt Servus
Sie singen sich selbst ein Ständchen
Musik durch die Jahrzehnte: Unter diesem Motto haben die Mixed Pickles anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens zwei Konzerte im Sportheim Vierkirchen veranstaltet.
Sie singen sich selbst ein Ständchen
Das Kinderreich feiert Geburtstag
Seit zehn Jahren gibt es in Sulzemoos ein gemeindliches Kinderhaus: das Kinderreich. Der Bürgermeister lobte es als „herausragendes Projekt“.
Das Kinderreich feiert Geburtstag

Kommentare