junge Frau an Orgel
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Eine Lehrerin mit großer Liebe zur Musik: Monika Frühwacht.

Monika Frühwacht ist die neue Kirchenmusikerin an der evangelischen Korneliuskirche in Karlsfeld

„Es ist ein bisschen wie coming home“

Der Pfarrer und die Kirchengemeinde Karlsfeld sind erleichtert. Endlich gibt es wieder eine Organistin und Kanrtorin in der Korneliuskirche. Und die wiederum ist glücklich, die Stelle bekommen zu haben. Aus mehreren Gründen.

VON ELFRIEDE PEIL

Karlsfeld – Pünktlich auf die Minute klingelt das Telefon zum verabredeten Telefoninterview. „Jetzt musste ich mich doch noch etwas beeilen beim Laufen“, sagt Monika Frühwacht. Aber sie ist kein bisschen außer Puste und hat ausführlich Zeit für ein Gespräch.

Seit 1. Januar 2021 ist Monika Frühwacht die neue Kirchenmusikerin an der evangelischen Korneliuskirche, „im Nebenamt“, wie sie erläutert. Hauptberuflich ist sie Grundschullehrerin in München. Dort war sie auch bisher nebenberufliche Kirchenmusikerin im katholischen Pfarrverband PACEM München Nord-Feldmoching.

Dass sie als Katholikin nun in einer evangelischen Gemeinde für die Musik verantwortlich ist, kann einerseits als praktische Ökumene gesehen werden. Für Frühwacht, die bis vor einigen Jahren in Karlsfeld wohnte, ist es aber auch eine wunderbare Fügung. Da waren zum einen ihre Kontakte zu Kornelius: Sie konnte dort regelmäßig „Gottesdienste bespielen“ und so die für ihre Ausbildung notwendige Spielpraxis erwerben.

Zum anderen liegt ihre neue Wohnung zwar auf Münchner Gebiet, ist aber nur 1600 Meter von der Kirche entfernt. Und drittens lag eines Tages der Gemeindebrief im Hausflur. Sie las die Stellenanzeige, bewarb sich – und bekam wenig später die Zusage. „Das war ein bisschen wie coming home“, sagt sie.

Für Pfarrer Roman Breitwieser und die Gemeinde ist es „eine große Erleichterung, dass wir nun wieder eine eigene Organistin und Kantorin haben. Wir freuen uns sehr.“ Und er fügt noch hinzu, so kurz nach Weihnachten: „Für uns ist es ein Geschenk.“

Geboren ist Monika Frühwacht in Hausen bei Schonungen, Unterfranken. „Nicht zu verwechseln mit Hausen bei Bad Kissingen, ebenfalls in Unterfranken“, klärt sie auf. Von dort stammt nämlich Kardinal Julius August Döpfner. Ihr Abitur machte sie in Schweinfurt am Celtis-Gymnasium, in der ungewöhnlichen Hauptfachkombination von Musik und Französisch sowie zusätzlich Astronomie und Geschichte.

Sie hatte schon früh ihre Liebe zur Musik entdeckt, lernte Klavier und später Orgel spielen. Die junge Frau leitete den Kirchenchor und übernahm den Orgeldienst. Sie entschied sich dennoch für das Lehrerstudium und übt nun schon seit vielen Jahren mit Leib und Seele diesen Beruf aus.    

Parallel zu ihrer Schularbeit hat Frühwacht von 2013 bis 2015 eine kirchenmusikalische Ausbildung für den nebenberuflichen Dienst als Organistin und Chorleiterin gemacht und mit der C-Prüfung abgeschlossen. Sie wird also auch den Singkreis übernehmen – wann das allerdings in der Praxis sein wird, ist momentan nicht vorhersagbar. „Vielleicht zu Ostern?“ hofft sie. Und nicht nur sie.

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