Kinderbuch

Die etwas andere Emil-Geschichte

50 Jahre ist es her, dass das berühmte Karlsfelder Krokodil Emil im Karlsfelder See verschwand. Seit dem ranken sich zahlreiche Legenden um das Tier. Um die Geschichte von Emil in Erinnerung zu behalten, brachte der Dachauer Künstler Alexander Paglialunga nun ein Kinderbuch heraus.

Karlsfeld – Juli 1967: Der damalige Student Klaus Hager ging an einem heißen Sommertag an den Baggersee in Karlsfeld. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, aber Hager hatte sein Haustier mit im Schlepptau: einen 1,30 Meter langen Kaiman. Dieser konnte sich vor lauter Freude gar nicht mehr halten und tauchte in das kühlende Nass des Karlsfelder Sees ab – mit verheerenden Folgen. Aufgrund der zu kalten Wassertemperatur setzte die Kältestarre ein, und das Krokodil starb vermutlich einen langsamen Tod. Oder lauert es etwa immer noch in den Tiefen des Karlsfelder Sees?

Das Kinderbuch „Emil - der Schrecken vom Karlsfelder See“ des Künstlers Alexander Paglialunga erzählt auf kindgerechte Weise, wie die sagenumwobene Geschichte um das berühmte Karlsfelder Krokodil noch hätte enden können.

„Ich habe die Geschichte von Emil selbst schon als Kind gehört“, erzählt Paglialunga. Emil auf grauenhafte Weise sterben zu lassen, sei für den Kinderbuchautor jedoch keinesfalls als Ende für sein Buch in Frage gekommen. Aus diesem Grund hat er die Geschichte etwas abgewandelt. So sei das Krokodil nun über den Bach, der aus dem Karlsfelder See hinausläuft, sowie die Amper, die Isar und die Donau ins Schwarze Meer gelangt. „Vom Schwarzen Meer schwimmt Emil dann weiter, bis er schließlich am Nil bei seiner Familie ankommt.“

Dem 46-jährigen Künstler war es ein Anliegen, dass Emil nicht in Vergessenheit gerät. „Es ist eine nette Geschichte aus der Gegend, die wirklich passiert ist und deshalb nicht verloren gehen sollte.“

Die liebevoll gestalteten Illustrationen stammen ebenfalls von Paglialunga. Neben einem Prolog, in dem die Hintergrundgeschichte zu Emil kurz zusammengefasst ist, gibt der Epilog Auskunft über die Entstehung des Kinderbuches. Darüber hinaus haben die jungen Leser auch noch die Gelegenheit selbst kreativ zu werden, denn das Kinderbuch beinhaltet zahlreiche Malvorlagen.

Noch heute trifft der 46-Jährige ab und zu den ehemaligen Emil-Besitzer Klaus Hager, mit dessen Ausflug zum See die legendäre Geschichte um das verschollene Krokodil überhaupt erst begann.

„Emil – der Schrecken vom Karlsfelder See“

ist bei der Buchhandlung Wittmann an der Augsburger Straße 11 in Dachau und bei der Buchhandlung Blätterwerk an der Rathausstraße 75 in Karlsfeld erhältlich. Auch bei Alexander Paglialunga persönlich kann das Buch per Email an Alex.paglialunga@gmx.net bestellt werden. vm

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