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Mitreißender Auftritt: das Sinfonieorchester Karlsfeld mit Claudia Bahr (stehend). 

Sinfonieorchester Karlsfeld

Fein abgestimmtes Programm

Ein fein abgestimmtes Programm bot das Sinfonieorchester Karlsfeld bei seinem Frühjahrskonzert. Herausragend auch die Solistin.

Karlsfeld – Das Sinfonieorchester Karlsfeld unter der Leitung von Bernhard Koch deckt mit seinem Jahresprogramm ein breites Musikspektrum in drei unterschiedlichen Konzertreihen ab. Es kommen kirchenmusikalische Werke zur Aufführung, genauso wie die leichtere Muse bei der sommerlichen Serenade und anspruchsvolle sinfonische Literatur. Im Vordergrund steht immer die Qualität der Darbietung, und das war auch beim jüngsten Konzert mit einem fein abgestimmten Programm aus Barock, Klassik und Romantik im gut besuchten Karlsfelder Bürgerhaus der Fall.

Dem musikalischen Leiter Bernhard Koch war es gelungen, mit Claudia Bahr (Violine) eine hervorragende Solistin zu gewinnen, die zusammen mit den Orchestermitgliedern das Konzert für Violine, Streicher und Bass continuo a-Moll (BNV 1041) von Johann Sebastian Bach zu einem eindrucksvollen Klangerlebnis werden ließ. Das Werk, das zu den gern gespielten Stücken vieler Violinisten gehört, ist spieltechnisch anspruchsvoll. Claudia Bahr erfüllt die Ansprüche, denn sie konzertiert neben ihrer Lehrtätigkeit mit verschiedenen Orchestern und Kammermusikensembles im In- und Ausland.

Eröffnet wurde der Abend im Bürgerhaus mit der Ouvertüre zur Oper „Iphigenie in Aulis“ von Christoph Willibald Gluck, die instrumental auf die wesentlichen Elemente der Handlung aus der griechischen Mythologie hinführt. Bläser und Streicher setzten die Akzente, um menschliche Zerrissenheit und göttliches Wirken nachempfinden zu lassen.

Im krönenden Hauptteil des Konzerts erklang zum Schluss die Sinfonie Nr. 3 Es-Dur, auch „Rheinische“ genannt, von Robert Schumann, eines der beliebtesten sinfonischen Werke des Komponisten, das eine optimistische Grundstimmung ausstrahlt. In den fünf Sätzen spiegeln sich rheinische Fröhlichkeit, Eindrücke aus Landschaft und Lebensart wider. Nach folkloristischen, kammermusikalischen und feierlichen Klängen ist der Finalsatz noch einmal schwungvoll und heiter, wunderbar interpretiert von den rund 30 Bläsern und Streichern des Orchesters unter Mitwirkung der Violinistin Claudia Bahr. Dirigent Bernhard Koch freute sich mit seinen Interpreten über die gelungene Aufführung und den lang anhaltenden Applaus der Zuhörer, die mit einem beschwingten Walzer als Zugabe belohnt wurden.

Ingrid Koch

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