Hauptausschuss Karlsfeld

Eine Freifläche für Hunde in Karlsfeld – aber wo?

Eine Freilauffläche für Hunde, wie es sie in Dachau, gibt fordert die Karlsfelder Gemeinderätin Mechthild Hofner. Die Probleme: Ein geeignetes Grundstück muss her sowie ein Zaun. Doch Letzterer könnte teuer werden.

Karlsfeld – Mit Verweis auf die steigende Zahl von Hundebesitzern in der Gemeinde Karlsfeld fordert die Umweltreferentin Mechthild Hofner (Bündnis für Karlsfeld) eine Hundefreilauffläche oder gar einen Hundespielplatz, ähnlich wie es sie seit Ende April in Dachau gibt (wir haben berichtet). Nur soll die Fläche in Karlsfeld im Gegensatz zum Areal in der Kreisstadt eingezäunt sein. Doch: Das Begehr Hofners wird so schnell nicht erfüllt.

Die Gemeindeverwaltung hatte im Hauptausschuss zwei Grundstücke dafür vorgeschlagen. Das eine misst nach den Worten von Florian Schindler vom Hauptamt 7000 Quadratmeter und liegt im Spitz zwischen der Hoch- und der Bajuwarenstraße neben der Asylbewerberunterkunft und wird während des Siedlerfestes als Parkplatz genutzt. Das andere am Feldmochinger Weg misst sogar 7500 Quadratmeter, liegt neben dem Bolzplatz und einem für Bienen und Kiebitze hergerichteten Areal im Landschaftsschutzgebiet. Beide Plätze müssten eingezäunt werden, was über 50 000 Euro kostet, so Schindler.

Laut Antragstellerin Hofner sei der Standort neben der Asylbewerberunterkunft nicht ideal. Der Platz an sich, so Hofner weiter, könne auch von einer bürgerschaftlichen Interessengemeinschaft der Hundebesitzer betrieben werden. Auch solle über einen billigeren Zaun nachgedacht werden.

Holger Linde (CSU) hält beide Grundstücke für ungeeignet und forderte daher, den Antrag abzulehnen, allerdings nicht auf ewige Zeit. Vielmehr solle die Verwaltung nach einem anderen Areal suchen. „Wir haben im Eigenbestand kein geeignetes Grundstück“, entgegnete Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU). „Egal, wo die Wiese ist, die Hauptarbeit hat der Bauhof. Aber dann ist eine neue Stelle nötig, denn der Bauhof ist bis an die Hutschnur ausgelastet.“

Eine Hundefreilauffläche muss laut Bernd Wanka (CSU) so ortszentrumsnah liegen, dass niemand mit dem Auto hinfahren braucht. Zweiter Bürgermeister Stefan Handl (CSU) meinte, beide fraglichen Flächen seien ungeeignet, aber im Rahmen des Zentrumsentwicklungsplans gelte es, ein andere zu suchen.

In die gleiche Kerbe schlug Wolfgang Offenbeck (CSU): „Beim Zaun reicht ein Meter Höhe. Dann kostet der auch nur 15 000 Euro.“ Der Platz dafür müsse auch nicht so groß sein. „Da langen 1000 oder gar nur 500 Quadratmeter.“ Verena Sansone (SPD) hatte zwei Fragen: „Muss es der teure Drahtzaun sein? Würde ein Sandplatz nicht auch reichen?“ Sie forderte, einen kleineren Platz zu suchen und den Antrag nicht abzulehnen, sondern nur „auf Halde zu legen“.

Adrian Heim (Bündnis) warnte, der Platz dürfe nicht zu klein ausfallen, damit die Hunde genügend Auslauf hätten. Beate Full (SPD) entgegnete, dafür brauche man kein ganzes Fußballfeld. Da reiche die Hälfte.

Einstimmig gaben die Ausschussmitglieder schließlich den Auftrag an die Gemeindeverwaltung, einen kleineren, zentrumsnahen Platz zu finden.

rds

Rubriklistenbild: © dpa / Franziska Kraufmann

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