Eine Turnhalle von außen
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Die neue Turnhalle mit Laufbahn, Sprunggrube und Klettergerüst im Außenbereich. 

Rundgang durch neues Gebäude und Gelände der Grundschule an der Krenmoosstraße

Es wurde an alles gedacht

  • Petra Schafflik
    VonPetra Schafflik
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Modern, gemütlich und hell: Das neue Grundschulgebäude an der Krenmoosstraße in Karlsfeld ist pünktlich zum Schulbeginn bezogen worden.

Karlsfeld – Aufgeregt und voller Vorfreude – so dürften sich an der Grundschule an der Krenmoosstraße in Karlsfeld heuer am ersten Schultag nicht nur die Erstklässler gefühlt haben. Gespannt und neugierig waren sicher alle 510 Schülerinnen und Schüler wie auch das gesamte Lehrerteam. Denn pünktlich zum neuen Schuljahr wurde jetzt das neue Schulgebäude bezogen. Ein heller, mit frischen Farben gestalteter Bau, der auch Raum schafft für einen Ganztagszug und ein neues Lernkonzept.

Beim Rundgang durch den Neubau erläutert Schulleiterin Barbara Sparr das Konzept der drei quaderförmigen Bauteile, wo von der Verwaltung über Aula und Mensa bis zu den eigenständigen Trakten jeder Jahrgangsstufe alles Nötige untergebracht ist. Und mehr. Denn es wurde bedarfsgerecht, aber auch großzügig geplant. „Eigentlich ist es ein Traum“, sagt Sparr am Ende des Rundgangs.

Noch bis kurz vor dem ersten Schultag wurde gewerkelt, doch dann ist nach zwei Jahren Bauzeit alles rechtzeitig fertig geworden. In den Regalen der Klassenzimmer steht schon Arbeitsmaterial, farbige Kästen sind mit den Namen der Schüler beschriftet und hier und da hängen auch schon bunte Bilder.

So dürften sich alle rasch heimisch fühlen in dem weitläufigen Gebäude. Das beherbergt im Baukörper C Verwaltung, Lehrerzimmer, Sekretariat und eine großzügige Aula plus Mehrzweckraum. Weiter geht es zur Mensa, die zentral liegt. Im dritten Baukörper wie in allen Obergeschossen gibt es insgesamt vier Trakte, jeweils einen für jede Jahrgangsstufe. Dort wird künftig nach dem sogenannten „Münchner Lernhauskonzept“ gearbeitet. Dabei geht es kurz gesagt darum, die Kinder individueller und in ihrem Lerntempo zu unterrichten. Sieben Klassenzimmer plus ein Besprechungsraum fürs jeweilige Lehrerteam gruppieren sich in jedem Trakt um eine weitläufige offene Mittelinsel mit Sitzpolstern. In diesem „Marktplatz“ können sich die Mädchen und Buben austauschen und gemeinsam an Projekten arbeiten. Zusätzlich schaffen Gruppenräume plus ein Inklusionsraum Platz für ein differenziertes Lernangebot.

Gemütlich: ein Raum der Mittagsbetreuung.

Jedes Klassenzimmer ist mit verstellbarem Mobiliar ausgestattet, verfügt über modernste Technik wie Beamer, Dokumentenkamera und Mediensäule. Auch haben alle Lehrkräfte ein Dienstlaptop, betont die Schulleiterin. Für die Kinder, die ja nicht permanent digital arbeiten, gibt es 75 Geräte zur Nutzung im Unterricht bei Bedarf. Die Wandtafel aber wurde auf fachlichen Rat in der klassischen Variante gewählt, auf der mit Kreide geschrieben wird. „Denn Technik kann ja auch mal ausfallen.“

Ganztagszug startet mit zwei Klassen

Im Neubau startet nun auch ein Ganztagszug, zwei erste Klassen konnten gebildet werden. Umgesetzt wird der rhythmisierte Unterricht in Kooperation mit dem Kreisjugendring, der ganz neue Fächer anbieten will wie „Glück“ und „Demokratie leben“.

Wer konzentriert gelernt hat, will sich austoben oder entspannen. Dafür gibt es im Pausenhof viele Angebote vom Trampolin bis zum Klettergerüst. Direkt neben dem neuen Schulhaus ist auch eine neue Sporthalle entstanden. Alles ist großzügig konzipiert, „aber wir brauchen jeden einzelnen Raum, die Schülerzahlen steigen laufend seit Jahren“, erklärt Sparr. Einziger Wermutstropfen sind die gestiegenen Baukosten. Anfangs plante die Gemeinde mit 25 Millionen Euro, jetzt wird mit 41 Millionen gerechnet. Doch das fertige Schulhaus als Ergebnis dieser Investition überzeugt vom Konzept bis ins Detail. Schulleiterin Sparr freut sich, dass an viele kleine, sinnvolle Aspekte gedacht wurde: „Das ist einfach nicht zu toppen.“

Lobt den Neubau: Rektorin Barbara Sparr.

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