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Stress, der Spaß macht: OFC-Präsident Marco Keßler freut sich auf die Jubiläumssaison. 

Karlsfelder Faschingsclub

Happy Birthday, OFC

Karlsfeld - Die Elf ist die Zahl schlechthin für Karnevalisten und Faschingsliebhaber. Entsprechende Bedeutung kommt jedem Vielfachen der Elf zu. Der 44 zum Beispiel. Vor 44 Jahren wurde der Olympia Faschingsball Karlsfeld gegründet, der OFC steht vor seiner Jubiläumssaison. Motto: „Happy Birthday.“

Jetzt geht er los, der Stress. Marco Keßler stellt sich ebenso wie Prinzenpaare und Garden auf sechs knackige Wochen ein, bis am 28. Februar der Fasching 2017 begraben wird. Wie viele Termine der Olympia Faschingsclub Karlsfeld in dieser narrischen Zeit zu bewältigen hat, weiß der Präsident gar nicht. Denn es kommen immer noch welche bei ihm rein. Gut 40 Auftritte hat Keßler bislang im Kalender stehen.

Doch Keßler kennt das schon. Er ist ein alter Faschingshase und nun schon seit fünf Jahren erster Mann beim OFC. Und dennoch ist es eine besondere Saison, die da am Samstag mit dem Inthronisationsball im Bürgerhaus anläuft: Der OFC feiert Jubiläum, er existiert seit 44 Jahren.

„Das heißt vier Mal elf bei uns“, sagt Keßler. Und die Elf sei halt die Zahl der Karnevalisten, weshalb Schnappszahlen begossen werden. Nicht umsonst beginnt der Fasching so wie auch Fastnacht und Karneval allerorten am 11.11. um 11.11 Uhr. Keßler hat aber noch ein eigenes Argument, was die Bedeutung der Zahl elf für Faschingsfreunde betrifft: „Die Elf ist nichts Rundes, sie ist was eher Schiefes. Und der Fasching ist ja auch nichts Gerades.“

Werner Koch hob den Olympia Faschingsclub 1972 aus der Taufe. Er wurde auch erster Präsident des Vereins und trainierte die Garde. Der Verein entstand aus der Narrenzunft München. Im April 1973 fand die offizielle Eintragung ins Vereinsregister Dachau statt.

Der Name Olympia Faschingsclub bezieht sich auf das Gründungsjahr 1972. Damals wurden die Olympischen Sommerspiele in München ausgetragen. Als erstes Prinzenpaar des OFC begeisterten Petra I. und Wolfgang I. bei ihrer Inthronisation 1974 das Publikum im Pfarrheim St. Anna.

Das Bürgerhaus gab es damals noch nicht. Längst ist es Veranstaltungsort für die großen Bälle des OFC: den Inthronisationsball am kommenden Samstag, die beiden beliebten Kinderfaschingsbälle und den Jubiläumsball am 11. Februar, auf den sich Keßler ganz besonders freut. „Das wird eine Gala mit einer Überraschung und der Höhepunkt der Jubiläumssaison.“

Schon am Vormittag steht ein Empfang im Rathaus auf dem Programm. Das Prinzenpaar Marianna I. und Manuel I. sowie das Kinderprinzenpaar Ilayda und Benjamin werden für Bürgermeister Stefan Kolbe und die Gemeinderäte tanzen, ebenso die Garde. Der Verein hat dazu auch alle Prinzessinnen und Prinzen der vergangenen 44 Jahre eingeladen. Rund 30 ehemalige Würdenträger haben sich schon gemeldet. Keßler hofft, dass es noch ein paar mehr werden.

Der feierliche Empfang ist nur ein Detail in Marco Keßlers Planung, die sogar über die Jubiläumssaison hinausgeht: „Am Aschermittwoch krabbelt der Herr Keßler auf allen vieren und will nur noch ins Bett.“

Thomas Leichsenring

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