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Sprachen mit Anwohnern: Bürgermeister Stefan Kolbe (hinten links) und Landrat Stefan Löwl.

Feuersicherheit nicht gewährleistet

Einsatz in der Wehrstaudenstraße - Anwohner schockiert über Vorgehen der Behörden - „Wie bei einem Überfall“

Für die Bewohner von drei neunstöckigen Gebäuden in Karlsfeld war das Vorgehen der Behörden ein Schock: Ihnen wurde zunächst nahegelegt, ihre Wohnungen zu verlassen. Der Grund: mangelhafter Brandschutz.

Karlsfeld - Am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr rückten Landratsamt, Gemeinde Karlsfeld, Feuerwehren, THW, ein Vertreter der Bundeswehr sowie Hausverwaltung und Architekt in der Wehrstaudenstraße in Karlsfeld an. Den Bewohnern von 41 Wohneinheiten wurde nahegelegt, ab Samstag 0 Uhr ihre Eigentumswohnungen zu verlassen, nachdem die Feuerwehr am Vormittag festgestellt hatte, dass ab der dritten Etage die Feuersicherheit nicht mehr gewährleistet sei.

Feuerwehrzufahrtswege nicht zugänglich

Erst gegen 20.45 Uhr und nach einer positiven Nachschau mittels eines Drehleiterfahrzeugs der MAN-Werksfeuerwehr hieß es dann Entwarnung. Die Menschen durften bleiben. Vorerst.

Drehleiter im Einsatz.

Der Grund für das Vorgehen der Sicherheitskräfte lag in der Hauptsache an den nicht frei zugänglichen Feuerwehrzufahrtswegen. Genauer war der unbefestigte Boden vor den Wohnblöcken zu instabil für schwere Fahrzeuge mit Drehleitern. Es bestand die Gefahr des Absackens.

Die Bewohner waren schockiert über das rigorose Vorgehen der Behörden. „Es war wie bei einem Überfall“, sagte Engin Ersan vom Beirat der Eigentümer-Wohngemeinschaft. „Es wohnen hier sehr viele ältere Menschen. Diese waren sehr verängstigt.“

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