Feuerrotes Plakat: Die Karlsfelder Wehr hofft auf neue Mitglieder.
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Feuerrotes Plakat: Die Karlsfelder Wehr hofft auf neue Mitglieder.

Personalmangel

„Noch stärker mit Dir!“

„Karlsfeld brennt!“, ist zu lesen. Und: „Karlsfeld steht das Wasser bis zum Hals!“ Und auch: „Wenn alle in Karlsfeld wegrennen...“ Mit diesen markanten Aussagen auf Plakaten wirbt die Karlsfelder Feuerwehr um neue Mitglieder.

Karlsfeld – Die Personalproblematik ist hinreichend bekannt, der Umgang damit jedoch nicht alltäglich: Die Freiwillige Feuerwehr Karlsfeld will mit einer Kampagne neue aktive Ehrenamtliche gewinnen.

Wer in Karlsfeld lebt oder arbeitet, wird sie sicher bemerkt haben: Die „Coming-soon-Plakate“, die im April in der ganzen Gemeinde zu sehen waren. Eigentlich sollten sie nur kurze Zeit hängen und den Start einer Kampagne zur Mitgliedergewinnung der Freiwilligen Feuerwehr Karlsfeld ankündigen. Aus den ursprünglich geplanten ein bis zwei Wochen wurden durch das Coronavirus nun unfreiwillig knapp acht Wochen.

Diese Woche war es aber endlich so weit: Auf mehr als 130 Plakatflächen haben die Feuerwehrfrauen und -männer aus Karlsfeld peppig-grelle Plakatmotive in Feuerwehrrot, Hellblau oder Neongelb geklebt. Markante Sprüche darauf, wie „Karlsfeld brennt“ oder „Karlsfeld steht das Wasser bis zum Hals“, sollen wachrütteln.

„Mal ehrlich: Ein bitte, bitte komm zu uns, wir brauchen Dich überzeugt heute doch niemanden mehr“, sagt Gruppenführer Michael Konrad, der das Projekt „Mitgliedergewinnung“ federführend leitet. „Wir haben uns deshalb dafür entschieden, frech und provokant an die Sache heranzugehen.“

Davon überzeugen, dass die Feuerwehr wertvolle Arbeit leistet und wichtig für die Sicherheit von Karlsfeld ist, müsse man nicht. „Was viele Bürgerinnen und Bürger aber nicht wissen: In Karlsfeld haben wir keine Berufsfeuerwehr. Alle Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner in unsere Gemeinde sind Ehrenamtliche. Um die vielfältigen Aufgaben und Einsätze – vom Wohnungsbrand bis zum vollgelaufenen Keller und vom Verkehrsunfall bis zum Sturmschaden – in Zukunft auf mehr Schultern verteilen zu können, suchen wir neue Kameradinnen und Kameraden.“

Im Fokus der Feuerwehr Karlsfeld stehen Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 55 Jahren. „Unser Ziel ist es, am Ende des Jahres zehn neue Feuerwehrler begrüßen zu können“, verrät Kommandant Michael Peschke. „Mitmachen kann jeder, „wirklich jeder.“

Michael Konrad macht ein Angebot: „Einfach mal vorbeischauen – kostet nichts und tut nicht weh.“ Der Gruppenführer bringt es auf den Punkt: „Wir sind eine coole Truppe mit netten Menschen, und wir sind stark, aber wir brauchen Verstärkung.“ Und so heißt der Slogan der Kampagne ebenso knapp wie treffend „Stark für Dich. Noch stärker mit Dir.“

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.staerkermitdir.de. Wer Interesse hat am Mitmachen, kann sich zudem ganz einfach und unkompliziert per WhatsApp (0152/03 15 54 93) oder per E-Mail an info@staerkermitdir.de an die Freiwillige Feuerwehr Karlsfeld wenden.  dn

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