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Bis Ostern können sie noch plantschen: Karin Boger und Hadi Hosseini geben Flüchtlingskindern Schwimmunterricht.

Sportliche Initiative des TSV Eintracht Karlsfeld

Flüchtlingskinder lernen imKarlsfelder Hallenbad schwimmen

Dank einer Initiative von Karin Boger und dem TSV Eintracht Karlsfeld dürfen Flüchtlingskinder schwimmen lernen.

„Ich darf sonst immer nur mit dem diesem Schwimmgürtel ins Wasser. Da gucken die anderen so.“ Deshalb will Kirubel unbedingt schwimmen lernen. Kirubel ist fünf Jahre und wohnt in der Unterkunft an der Parzivalstraße. Er und seine Familie kommen aus Äthiopien. Mohamad aus Syrien, der jetzt in der Hochstraße wohnt, ist sieben Jahre und ebenfalls hoch motiviert: „Wenn ich schwimmen kann, darf ich im Sommer in den See.“ Zusammen mit seinem kleineren Bruder Karim ist er mit Eifer und ohne jede Angst dabei. Karim kann noch nicht so gut deutsch sprechen wie Mohamad. Aber offensichtlich kann er verstehen, was sein Bruder erzählt und nickt begeistert, egal was der sagt.

Karin Boger, Schwimmtrainerin seit Urzeiten gewissermaßen, hat dieses Angebot zusammen mit dem TSV Eintracht Karlsfeld auf die Beine respektive ins Wasser gebracht, vor allem dank des Integrationsbeauftragten des Vereins, Rolf Friedrichsen. „Die Kinder sind begeistert dabei. Ich denke, bis Ostern können sie schwimmen“, freut sich Karin Boger. Ganz entspannt liegen sie schon auf dem Rücken: „Sie spüren, wie das Wasser sie trägt.“ Es macht ihr Spaß, wenn es auch manchmal anstrengend ist, die kleinen Wasserflöhe zu hüten. „Wo ist denn jetzt wieder der Mohamad?“ Der ist mal kurz unter die heiße Dusche, zum Aufwärmen zwischendurch. „Das nächste mal aber nur mit Hadi.“

Hadi Hosseini unterstützt Boger in diesem Schwimmkurs. Er ist Asylbewerber aus dem Iran und bangt um seine Anerkennung. Im Freibad Dachau hat der 33-Jährige eine Ausbildung zum Schwimmeister begonnen, die er nicht abschließen konnte, weil er wegen seines ungeklärtes Aufenthaltsrechts keine Arbeitserlaubnis mehr hat. Bei der Caritas wurde er ehrenamtlicher Kulturdolmetscher und begleitet andere Migranten zum Arzt oder zu Behörden. Er spricht sehr gut deutsch. Die Kinder vom Schwimmkurs mögen ihn. „Das Schönste ist“, sagt Kirubel, „wenn wir zum Schluss in das Wasser springen und Hadi fängt uns auf.“ Elfriede Peil

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