+
Ein Dauerärgernis: In der Rathausstraße ist die Parkplatzsuche besonders mühsam, in der Lessingstraße ist es ähnlich. foto: hab

Bewohnerparkzone rund um die Rathausstraße

Strenge Kriterien festgelegt

Die Bewohnerparkzone in Karlsfeld ist beschlossene Sache. Jetzt wurden Kriterien festgelegt. Die sind streng. Nicht jeder bekommt einen Ausweis. 

Karlsfeld – Im April hatte der Bauausschuss des Karlsfelder Gemeinderats beschlossen, dass für das Gebiet Rathausstraße, Lessingstraße und Theodor-Storm-Straße sowie Teile der Gartenstraße eine Bewohnerparkzone eingerichtet wird (wir berichteten). Jetzt hat die Gemeindeverwaltung festgelegt, wer einen Parkausweis bekommen kann.

Die wichtigsten Kriterien:

• Antragsteller ist mit Hauptwohnsitz im festgelegten Lizenzgebiet gemeldet;

• Das Fahrzeug ist auf den Antragsteller zugelassen oder wird von ihm nachweislich dauerhaft genutzt; eine Ausnahme ist möglich, wenn der Antragsteller plausibel erklären kann, warum das Fahrzeug jemandem überlassen wird;

• Es ist keine Garage oder kein Stellplatz im Lizenzgebiet oder in zumutbarer Entfernung vorhanden;

• Anhänger, Busse und Fahrzeuge, die aufgrund ihrer Bauart vorrangig zu gewerblichen Nutzung vorgesehen sind, können nicht in den Ausweis eingetragen werden; Wohnmobile nur, wenn kein Pkw zur Verfügung steht;

• Mitarbeiter von Geschäften oder Betrieben sowie Freiberufler erhalten keine Bewohnerparkausweise; stehen keine Stellplätze oder Garagen zur Verfügung, erhält jeder Betrieb in der Regel eine Ausnahmegenehmigung.

Tagsüber sollen 50 Prozent der Stellplätze für Anwohner reserviert werden, nachts 75 Prozent. Der Ausweis muss gut sichtbar im Fahrzeug ausgelegt sein. Er ist kopiergeschützt. Die Ausweise gelten für ein Jahr, für die Ausstellung wird eine Gebühr von 30 Euro fällig. Bei gewerblichen Anliegern beträgt die Gebühr 120 Euro.

Im festgelegten Gebiet gibt es Kurzzeitparkplätze und Behindertenparkplätze sowie einige freie Parkplätze. Diese freien Parkplätze befinden sich vor allem am Rand des Lizenzgebiets. In der häufig zugeparkten Rathausstraße zum Beispiel gibt es keine freien Parkplätze mehr.

Wann die Neuregelung in Kraft treten wird, ist noch offen. Sie gilt dann auch für das schon ausgewiesene Lizenzgebiet Wehrstaudenstraße (Hausnummern 1 bis 24).

Ein derart eng gefasstes Bewohnerparksystem gab es in der Gemeinde Karlsfeld bislang nicht. Wie Bürgermeister Stefan Kolbe in der Bauausschusssitzung sagte, werde nachjustiert, sollte sich die Regelung in Teilen als nicht praktikabel erweisen. Und noch etwas kündigte der Bürgermeister schon an: „Es wird kontrolliert, sonst bringt es nichts, das System einzuführen.“

THOMAS LEICHSENRING

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Probieren wir’s doch einfach!“
Vom 24. bis 27. Oktober findet erstmals eine Familienmesse auf dem Siedlerfestgelände direkt am Karlsfelder See statt. Sie ist die offizielle Landkreisausstellung und …
„Probieren wir’s doch einfach!“
Täglicher Schulbus-Wahnsinn in Ebersbach
Der MVV-Regionalbus 729 ist jeden Morgen überfüllt. An der Bushaltestelle in Ebersbach haben sich schon mehrere Kinder nicht getraut, zuzusteigen, und mussten von den …
Täglicher Schulbus-Wahnsinn in Ebersbach
„Eine der teuersten Alternativen“
Eigentlich will die Stadt Dachau sparen, wo es nur geht. Vor allem bei Hochbauten. Das wird beim Umbau des Zieglerbräu zum Rathaus nicht gelingen
„Eine der teuersten Alternativen“
Seine Familien stehen geschlossen hinter Löwl
Stefan Löwl bringt so leicht nichts aus der Fassung. Doch in seiner Rede bei der Kreisdelegiertenversammlung der CSU versagt ihm die Stimme. Tief bewegt, mit Tränen in …
Seine Familien stehen geschlossen hinter Löwl

Kommentare