Sieht schon sehr nach moderner Schule aus: Die neue Grundschule an der Krenmoosstraße wird termingerecht bis zum neuen Schuljahr fertig.
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Sieht schon sehr nach moderner Schule aus: Die neue Grundschule an der Krenmoosstraße wird termingerecht bis zum neuen Schuljahr fertig. Die Kosten liegen bei rund 40 Millionen Euro.

Beschluss im Karlsfelder Finanzausschuss – Bürgermeister: „Das heißt nicht, dass wir auch 41 Millionen ausgeben“

Grundschulbau: Haushalt auf 41 Millionen Euro angepasst

Karlsfeld – Der Haupt- und Finanzausschuss des Karlsfelder Gemeinderats hat am Mittwochabend weitere 1,5 Millionen Euro für den Bau der neuen Grundschule an der Krenmoosstraße freigegeben. Der Haushalt wird entsprechend angepasst, statt 39,5 Millionen Euro für die Schule stehen nun 41 Millionen drin.

Es handelt sich jedoch um eine formelle Anpassung. Denn nach wie vor hofft man im Karlsfelder Rathaus, in der Endabrechnung unter 40 Millionen bleiben zu können. „Dass wir 41 Millionen einstellen, heißt nicht, dass wir auch 41 Millionen ausgeben“, stellte Bürgermeister Stefan Kolbe klar. Nur: Sollten tatsächlich 41 Millionen benötigt werden, ist die Gemeinde mit dem aktuellen Freigabebeschluss rechtlich auf der sicheren Seite. Denn das Baubudget muss gedeckelt sein.

2015 begannen die ersten Planungen für den Neubau. Einher gingen erste Kostenschätzungen. Vielleicht sogar unter 20 Millionen Euro würde die Schule kosten, hieß es. Doch Bürgermeister Kolbe sprach schon damals vom „Fluch der ersten Zahl“. Bedeutet: Es ist eine erste Schätzung weitgehend ohne belastbares Datenmaterial. Mit dieser Zahl sollte man nicht allzu offensiv umgehen, wenn man später nicht auf diese Aussage festgenagelt werden will; zumal die Kosten am Bau rasant steigen.

Ursächlich für die aktuelle Anpassung sind nach Worten von Rathaus-Mitarbeiter Alexander Reichl, der das Schulprojekt federführend betreut, jedoch vor allem sogenannte Nachträge. Manchmal ändert der Bauherr einen Wunsch, und die Planung wird während der Bauphase geändert, manchmal sind Änderungen „aus dem Bau heraus“ notwendig, wie es Reichl formuliert. Folge: Die Kostenhöhe ändert sich ebenfalls – in die eine oder andere Richtung.

Die neue Grundschule an der Krenmoosstraße wird termingerecht bis zum neuen Schuljahr fertig.

Die staatlichen Förderungen bleiben jedoch von Kostensteigerungen unberührt. Das heißt, dass die Gemeinde Karlsfeld mit Zuschüssen in Höhe von etwa 15,3 Millionen Euro rechnen kann – sowie vor knapp zwei Jahren, als man davon ausging, dass die Schule für 34 Millionen Euro gebaut werden kann.

Positiv: Das Mammutprojekt ist nach wie vor im Zeitplan. Ende Juni sollen die Arbeiten im Gebäudeinneren abgeschlossen werden, dann kommen noch die Außenanlagen dran. Zum Start des neuen Schuljahres ist die neue Schule an der Krenmoosstraße fertig.

tol

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