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Viertes Landkreis-Gymnasium

Wichtiger Baustein im Gesamtkonzept

In Karlsfeld sprechen die Verantwortlichen gern von einem „Bildungsgesamtkonzept“ für die 22 000-Einwohner-Gemeinde. Ein maßgeblicher Baustein kommt jetzt dazu: das vierte Landkreis-Gymnasium.

Karlsfeld – „Es war ein lang gehegter Wunsch bei uns in der Gemeinde, eine weiterführende Schule zu bekommen“, erinnert sich Bürgermeister Stefan Kolbe. Dieser Wunsch geht in absehbarer Zeit in Erfüllung: Karlsfeld wurde als Standort für das neue Gymnasium ausgewählt (wir berichteten mehrfach). Gebaut wird an der Bayernwerkstraße zwischen Ackerstraße und Ulmenweg in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhof. Das Bebauungsplanverfahren läuft, ein städtebaulicher Wettbewerb wird sich anschließen. Im Jahr 2021 oder 2022, so schätzt Bürgermeister Kolbe, könnte das Gymnasium stehen. Es wäre nach dem Josef-Effner-Gymnasium und dem Ignaz-Taschner-Gymnasium in Dachau sowie dem Gymnasium Markt Indersdorf dass vierte Gymnasium im Landkreis Dachau. Bauherr ist der Landkreis.

Dass die Wahl auf Karlsfeld fiel, bezeichnet Kolbe als „großartige Geschichte für uns“. Den Standort gleich am Bahnhof hält er für schlicht „optimal“. Vorbei seien dann endlich die Zeiten, „in denen wir unsere Gymnasiasten busweise nach Dachau karren müssen“.

Schon um die neue Realschule hatte sich Karlsfeld vor ein paar Jahren bemüht. Die wurde dann aber in Dachau gebaut. Eine Fachoberschule (FOS) gibt es in Karlsfeld, ebenfalls gleich am S-Bahnhof. Diese Schule ist allerdings privat.

In Karlsfeld spricht man gern vom „Bildungsgesamtkonzept“, dass man in der 22 000-Einwohner-Gemeinde vorhalten möchte. Das bedeutet ein Angebot von der Krippe bis zum Abitur.

In 15 Kinderhäusern werden derzeit rund 1400 Mädchen und Buben betreut, in Krippen, Kindergärten und Horten. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen ist enorm – und sie steigt ständig. Um sie zu bedienen, muss die Gemeinde immer wieder nachjustieren und mitunter kurzfristig reagieren. Im Jahr 2015 wurde das Kinderhaus „Wiesenkinder“ an der Allacher Straße errichtet, ein Provisorium, Ende 2016 das Kinderhaus „Schatzinsel“ an der Röntgenstraße eröffnet. Derzeit ist am Lärchenweg das nächste Kinderhaus im Bau, das neue Gymnasium wird direkt daneben entstehen.

Auch im Schulbereich tut sich gerade eine Menge. An der Krenmoosstraße wird eine sechszügige Grundschule nach dem Lernhaus-Prinzip gebaut. Das Projekt kostet voraussichtlich weit über 30 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für den Schuljahresbeginn 2020/21 geplant. Wenn die Schule fertig ist, ist sie eine der modernsten Grundschulen Bayerns. Das alte Schulgebäude wird nicht abgerissen, sondern in ein Kulturhaus umfunktioniert.

Nicht nur die Schule an der Krenmoosstraße wird neu gebaut, sondern auch die Verbandsgrundschule München-Karlsfeld an der Schulstraße. Der Spatenstich soll 2019 stattfinden, auch diese neue Schule wird nach dem Lernhaus-Pädagogikkonzept betrieben.

Eine Realschule gibt es in Karlsfeld nicht. Einen Abschluss, der der Mittleren Reife gleichkommt, können Schüler trotzdem machen. Die Mittelschule Karlsfeld bietet seit einigen Jahren mit großem Erfolg das 9+2-Modell an. Einige Mittelschüler hängen an die neunte Klasse noch zwei Jahre dran und können auf diese Weise einen Abschluss machen, der der Mittleren Reife entspricht. Gehen sie anschließend auf die FOS, ist sogar der Weg zum Studium frei. tol

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