Elisa Grillo neue Pächterin der Gaststätte im Hallenbad

Nur der Name fehlt noch

Sie hat alles: Den Pachtvertrag, das Personal, Ideen zuhauf und jede Menge Zuversicht. Nur eines fehlt Elisa Grillo noch: ein zündender Name für „ihre“ neue Gaststätte im Hallenbad.

Karlsfeld – Aber bis zur Eröffnung Mitte Oktober wird sie auch das hingekriegt haben.

Seit dem 20. Dezember 2018 ist das „Hallenbadstüberl“ geschlossen. Zum Jahresende hatte die Gemeinde Karlsfeld dem Pächter Nikolaos Sarpekedis gekündigt, wegen „Unstimmigkeiten“, wie es hieß. Von allen, die sich um die Pächternachfolge bewarben, hat Elisa Grillo den Gemeinderat am meisten überzeugt. Ihr Konzept verspricht eine neue Ära in der gastronomischen Versorgung des Schwimmbades.

„Die Kinder sind mir ganz wichtig, ich habe ja selber zwei. Sie sollen sich wohlfühlen und was Gesundes und was Leckeres zu essen bekommen.“ Die fettigen Pommes sind ihr ein Ärgernis: „Es gibt nur noch in Heißluft Frittiertes, ohne Öl.“ Auf der Theke wird ein Obstkorb stehen, aus dem sich die Kinder etwas nehmen dürfen.

Eine wesentliche Neuerung hat Elisa Grillo erreichen können: „Aus dem kleinen Fenster vom Hallenbad zum Gastraum wurde eine Tür. Das ist kinderfreundlicher. Die Kleinen wurden oft übersehen. So können sie selbst rein kommen. Egal, ob sie nass sind.“

Als feststand, dass Elisa Grillo die neue Pächterin wird, wurde sie in die Planung für die Renovierung der Gaststätte „voll mit einbezogen, und sie hat sich da sehr eingebracht“, wie Alexander Reichl vom Hochbauamt der Gemeinde sagt. Seit Öffnung des Hallenbades 1971 gibt es das Lokal. Es war eine Generalsanierung fällig. „Alles, was drin war, kam raus“, berichtet Elisa Grillo. „Jetzt haben wir eine neue Küche, einen neuen Gastraum, eine neue Theke.“ Und eben eine neue Tür. Und eine komplett veränderte Einrichtung, in den Farben braun, rot und „ein bisschen Gold ist auch dabei,“ sagt Grillo.

Sie freut sich riesig auf ihre Aufgabe. Die gelernte Drogistin, die zuletzt als Kosmetikerin arbeitete, hat schon Erfahrungen in der Gastronomie. Seit 2013 führt sie zusammen mit ihrer Schwester das „Renzo‘s Bistro und Bar“ im Pavillon auf dem Marktplatz.

Geboren ist sie 1973 in Dachau. Ihre Mutter stammt aus Sizilien, ihr Vater aus Kalabrien. Die Eltern hatten sich bei der Arbeit in der MAN kennengelernt. Die Familie war immer im Hintergrund, auch im Bistro. „Aber jetzt ist es meins ganz allein. Das ist eine Herausforderung, die ich brauche. Ich weiß, was ich kann und was ich will.“

Was sie will, ist einiges: Die Speisekarte wird „international“, mit Suppen, Nudeln, freitags Fisch, auch mal Schweinsbraten, Salaten. Pizza nicht, die wird in vielen Restaurants in Karlsfeld geboten. „Außer, wenn man eine Kindergeburtstagsparty bucht und das ausdrücklich wünscht.“ Ein erfahrener Koch sei schon gebucht.

Wenn am ersten Montag im Monat das „Chillen-Schwimmen“ im Hallenbad ist, will sie noch ein romantisches Menü im Anschluss daran anbieten. Nachmittags soll es Kaffee und Kuchen geben. Für die Kinder Wurstsemmeln und Wienerle, Fischstäbchen und Chicken-Nuggets – alles selbstverständlich ohne Fett zubereitet. Mit einem „Kinderkaraoke“ etwa viermal im Jahr sollen die Kids ihren Spaß haben.

ep

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