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So könnte die neue Skateranlage in Karlsfeld aussehen.

Junge Gäste im Karlsfelder Hauptausschuss

Chancen für neuen Skaterpark stehen gut

Das Projekt „Skateranlage“ soll in Karlsfeld weiterverfolgt werden. Dazu sollen rund 120.000 Euro in die Hand genommen werden.

Karlsfeld – Es dürften die jüngsten Gäste gewesen sein, die jemals ihr Anliegen vor Karlsfelder Gemeinderäten vorgebracht haben: Robin und Noah, beide elf, nahmen am Dienstagabend im Sitzungssaal des Rathauses neben Bürgermeister Stefan Kolbe Platz. Die beiden Buben waren gekommen, um in der Hauptausschusssitzung zu werben: Sie wünschen sich, dass Karlsfeld wieder eine Skateranlage bekommt. Die Chancen, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht, stehen gut.

Der Auftritt der beiden Schüler beeindruckte die Gemeinderäte nachhaltig. Denn Robin und Noah trugen nicht nur einen Wunsch vor, sie begründeten ihren Antrag in überzeugender Weise. Noah: „Es ist besser, sich sportlich zu betätigen und soziale Kontakte zu knüpfen, als vor dem Computer zu sitzen.“ Robin: „Die Anlage wäre eine enorme Bereicherung für die Jugend in Karlsfeld.“

Als die Buben, die noch dazu 239 Unterschriften von Unterstützern gesammelt haben, dann noch versicherten, sich um die Pflege der Anlage zu kümmern, hatten sie die Damen und Herren des Ausschusses auf ihrer Seite. Dies verdeutlichte Venera Sansone, SPD-Gemeinderätin sowie Jugend- und Schulreferentin: „Der Vortrag war so gut vorbereitet, dass man gar keine Argumente mehr dagegen hat.“

Hilfe erhielten die Elfjährigen von Tobias Weber. Der 37-jährige Karlsfelder sagte, dass er die 1999 eröffnete Skateranlage am Karlsfelder See früher selbst ausgiebig genutzt habe. Jetzt seien seine Kinder, zehn und zwölf Jahre alt, begeisterte Skater. Nur: In Karlsfeld können sie ihrem Hobby nicht mehr nachgehen, die Anlage musste 2016 nach einer TÜV-Untersuchung wegen erheblicher Schäden geschlossen werden (wir berichteten).

Weber hat schon vor Wochen mit einer Fachfirma Kontakt aufgenommen und ließ sich ein konkretes Angebot für die gesamte Konstruktion ausarbeiten. In der Sitzung konnte er so nicht nur schon am Computer erstellte Bilder zeigen, wie die Anlage einmal aussehen könnte, sondern auch die Kostenfrage beantworten. Laut Weber kostet die Erstellung rund 120 000 Euro, die Wartung der Anlage schlage mit jährlich 2500 Euro zu Buche.

Tobias Schmitt, Leiter der Jugendarbeit im Karlsfelder Rathaus, sprach sich für eine Wiederbelebung der Skateranlage aus: „Der Platz liegt brach, das wäre wieder eine konkrete Nutzung.“ Schmitt verwies zudem auf die Anlage in Dachau, die stets „hoch frequentiert“ sei.

Dies ist wohl auch für Karlsfeld zu erwarten: Denn nicht nur Skateboard-Fahrer nutzen die Anlagen, sondern auch BMX-Radfahrer, Rollerblader (Rollschuhfahrer) und Scooter-Fahrer mit ihren kleinen Rollern.

Der Hauptausschuss beschloss einstimmig, dass das Projekt „Skateranlage“ weiterverfolgt werden soll. Die Verwaltung soll weitere Details erarbeiten, dann wird das Thema erneut behandelt. 120 000 Euro für den Skaterpark sind im Haushalt 2019 schon drin.

tol

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