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Grandios solo, grandios im Duett:  Elaine Ortiz-Arandes (Sopran) und Anton Klotzner (Tenor).

Camerata München

Klassischer Einstieg ins neue Jahr

Karlsfeld - Klassisch ins neue Jahr: Die Camerata München begeisterte wieder bei der Neujahrsgala im Bürgerhaus. Mit dabei zwei stimmgewaltige Solisten.

Den ersten musikalischen Höhepunkt des neuen Jahres in Karlsfeld bietet zweifelsfrei das beliebte Konzert der Camerata München unter der Leitung von Bernhard Koch am Neujahrstag, das mittlerweile zum Ritual und festen Bestandteil im Ort geworden ist. Auch dieses Jahr zog es wieder über 200 Besucher zur traditionellen Neujahrsgala ins Bürgerhaus.

Das Orchester spielte diesmal mit zwei international bekannten Sängern: Elaine Ortiz-Arandes (Sopran) und Anton Klotzner (Tenor). In prächtiger Abendrobe verzauberten sie die Zuhörer mit ihrem Gesang.

Geboten war wie immer ein buntes Programm: Mozart, Bizet und Puccini sowie Strauss, Offenbach, Künneke, Tschaikowsky, Lehár und Eilenberg. Nach der Ouvertüre der „Zauberflöte“ flogen der Sopranistin Ortiz-Arandes gleich zu Beginn bei der Arie der Despina aus „Cosi fan tutte“ die Herzen der Zuschauer zu. In einem Duett aus der „Hochzeit des Figaro“ beeindruckte das Zusammenspiel der beiden Solisten mit dem Orchester. Auch schauspielerisch zeigten beide Sänger durchweg ihre Professionalität wie im Duett aus der Oper „Carmen“. Nach „Arlesienne-Suite“ von Georges Bizet, das das Orchester grandios darbot, ging es in die Pause zum Sektempfang, um nochmals auf das neue Jahr anzustoßen.

Nach der Pause folgten Stücke aus Giacomo Puccinis Oper „Madame Butterfly“. Das Publikum war gerührt vom Liebesduett Butterfly und Pinkerton sowie den beiden Arien.

Ortiz-Arandes bezaubernde, klare Stimme und Klotzner mit seiner markanten, kräftigen Stimme ergänzten sich perfekt. Ob bei der Arie des Paris aus „Die schöne Helena“, der Arie der Julia aus „Der Vetter aus Dingsda“ oder Alexej-Sonja aus „Der Zarewitsch“ – beide Solisten bestachen durch Charme und Witz.

Wie gewohnt mitreißend zeigte sich auch Dirigent Bernhard Koch. Enthusiastisch schwang er seine Arme, gestikulierte und spielte mit den Solisten – ein Augenschmaus und unverwechselbar. Im Finale gaben Solisten und Orchester noch einmal alles. Koch, auch bekannt als Dirigent des Karlsfelder Sinfonieorchesters, belohnte die Zuschauer mit mehreren Zugaben, und beim Radetzky-Marsch klatschte das Publikum eifrig mit. Ganz so, wie es der Vollblut-Dirigent liebt.

Zum Schluss erhob sich das gesamte Orchester, um den Besuchern ein gutes neues Jahr 2017 zu wünschen. Wohl die meisten werden auch 2018 wieder dabei sein, wenn die Camerata München das neue Jahr einläutet.

(kn)

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