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„Innovative Impulse“ in allen Bereichen“ wünscht sich Grünen-Sprecher Michael Fritsch für Karlsfeld. 

Ortsverband gegründet

Es gibt wieder Grüne in Karlsfeld

In Karlsfeld gibt es wieder einen Ortsverband der Grünen. Bei der Gründungsversammlung wurden viele Vorschläge für die Zukunft des Ortes unterbreitet. In einem Punkt liegen die Grünen klar auf Linie mit dem Bündnis für Karlsfeld.


Karlsfeld –Michael Fritsch ist am Mittwochabend erwartungsgemäß zum Sprecher des neuen Ortsverbandes der Grünen gewählt worden. Ebenso einstimmig wurde auf der Gründungsversammlung im Bürgerhaus Elisabeth Kaiser zur Sprecherin gewählt. Es handelt sich um eine Doppelspitze, wie bei den Grünen üblich.

Gewählt wurden auch drei Beisitzer: David Wintermantel sowie Ferdinand Pfaff, der sich vorwiegend um die Bereiche Freizeit und Integration kümmern wird, und Dr. Carsten Schleh, zuständig für die Bereiche Verkehr und Gesundheit. Zwölf Mitglieder hat der neue Ortsverband. In den 90er Jahren existierte in Karlsfeld schon einmal ein Ortsverband der Grünen.

„Zukunft wird aus Mut gemacht!“ Unter diesem Motto stand die Gründungsversammlung mit knapp 30 Teilnehmern. „Karlsfeld ist eine lebenswerte Gemeinde. Aber wir brauchen mehr innovative Impulse in allen Bereichen“, sagte Fritsch.

In einer Präsentation machten Fritsch und seine Vorstandskollegen die vorrangigen Ziele des neuen Ortsverbandes deutlich. Karlsfeld sei kein Dorf, sondern „eine kleine Mittelstadt“. Es gebe viele „ungelöste Fragen“, so Fritsch, zum Beispiel in den Bereichen Mobilität, Wohnen und Kinderbetreuung. Die Grünen wollten sich dafür einsetzen, alternative Lösungen für die Probleme zu suchen.

Eine ganze Reihe von Vorschlägen und Forderungen waren der Präsentation zu entnehmen. So wollen die Grünen „Karlsfeld zu einer Gemeinde machen, die lebenswerter wird durch weniger Verkehr“. Die Grünen in Karlsfeld fordern hier eine Abkehr von der Politik des reinen Straßenbaus. Stattdessen sollten „gute und sichere Radwege als Alternative zur Straße“ gebaut werden. Dass am Einkaufszentrum Karlsfelder Meile und in der Neuen Mitte Radwege fehlten, sei „ein No-Go“, so Fritsch. Wünschenswert laut Grünen ist auch ein gesichertes Fahrradparkhaus am Karlsfelder S-Bahnhof.

Die Grünen regen an, den Fuhrpark der Gemeinde weitestgehend emissionsfrei zu machen. Auch eine Partnerschaft mit dem Lastwagenhersteller MAN zur Erprobung autonomer, emissionsfreier Busse schlagen sie vor.

Der Siedlungsdruck aus München werde zunehmen, hinzu komme ein „Babyboom allerorten“, sagte Fritsch. Deshalb fordern die Karlsfelder Grünen „Modellprojekte für bezahlbaren Wohnraum“.

Deutlich sprechen sich die Mitglieder des neuen Ortsverbandes für den Erhalt des Grünzugs zwischen Dachau und Karlsfeld und damit gegen das von der Gemeinde an der Schleißheimer Straße geplante Gewerbegebiet aus. Damit liegen die Grünen auf einer Linie mit dem Bündnis für Karlsfeld. Grundsätzlich gelte es, „Zersiedelung und Versiegelung zu stoppen“. dn

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