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Er mag Tulpen: Roland Karl erhielt zum  Abschied einen großen Strauß seiner Lieblingsblumen.

Rektor Roland Karl verabschiedet

Ein Hoch auf ihn

Die Grundschule an der Krenmoosstraße in Karlsfeld hat ihren Rektor Roland Karl verabschiedet. Jetzt steht auch die Nachfolge fest.

Karlsfeld – Es soll wohl so sein, dass bei einem Abschied geweint und gelacht wird. Rektor Roland Karl geht in den Ruhestand, und er bekommt noch einmal die geballte Kraft der Sympathie und Dankbarkeit von Kolleginnen und Schülern zu spüren, was ihn sichtlich bewegt.

Fast neun Jahre hat Karl die „KKG“, die Karlsfeld Krenmoosstraße Grundschule geleitet. Und jetzt ist alles vorbei. Aber es lebt noch einmal auf an diesem Festtag.

Konrektorin Barbara Sparr erinnert mit ihrer Kollegin Sabine Gerhäußer an Karls Engagement für das andere „KKG“: das Motto „Kindern Kompetenzen geben“. Sie würdigen ihn als einen, der immer ein offenes Ohr hatte, der Menschlichkeit, Besonnenheit und Ruhe ausstrahlte. Karl habe sich eingesetzt für musikalische Arbeitsgruppen, etwa zum Glockenspiel oder die Zupferklasse, die Schach AG oder die Volkstanzgruppe.

Schulrat Albert Sikora erinnert daran, dass Roland Karl sein ganzes Lehrerleben lang im Landkreis Dachau gelebt hat. Er habe ihn sehr geschätzt, wie er stets „statt Aktionismus den Menschen in den Mittelpunkt gestellt hat“. Auch Bürgermeister Stefan Kolbe betont: „Er hat sich maßgeblich an der Planung der neuen, modernen Grundschule beteiligt. Leider kann er sie nicht mehr leiten.“

Ein fröhliches Programm schenken alle an der Grundschule „ihrem Karl“ zum Abschied. Es wird aus vollem Herzen gesungen: „Sie sind unser Bester, Rektor Karl.“ Es wird auch munter getanzt.

Roland Karl habe sich sehr dafür eingesetzt, dass die alte Volkstanz-Tradition in die Schule getragen wird, sagt Gertraud Himmler, die „Trainerin“ der Gruppe. Sie hat herausbekommen, dass der Rektor Tulpen liebt, und so überreicht ihm jedes Kind eine solche Blume, bis es ein dicker leuchtender Strauß wird.

Es wird auch begeistert Theater gespielt an diesem Abschiedstag. Seine bekannte Liebe zu Schweden bringt ihm einen Vorgeschmack auf das ein, was ihn in seinem Ruhestand erwartet. Er heißt dann Karlsson (statt Pettersson in dem Kinderbuch), sucht ständig seine Katze Frida (statt Findus) und backt unentwegt Pfannkuchen, die er zu einer Pfannkuchentorte aufeinanderschichtet.

Roland Karl sieht seine Zukunft für das kommende Frühjahr und den Sommer sportlich und nicht allzu häuslich, um seine Frau nicht zu nerven. Aber er beschreibt schmunzelnd so eine Ahnung: Er schleicht im Herbstnebel heimlich um die Schule herum, um sie zu beschnuppern und auf einen Kaffee und eine Butterbreze eingeladen zu werden.

Jetzt freut er sich über die Zeit, die er hier gearbeitet hat. Und dass er gerade heute verkünden kann, wer seine Nachfolgerin wird: seine bisherige Stellvertreterin Barbara Sparr.

Ganz zum Schluss singt der Lehrerchor, der eigentlich ein Lehrerinnenchor ist, mit Begeisterung das „Auf uns“ von Andreas Bourani, liebevoll umgemünzt auf ihren scheidenden Chef: „Ein Hoch auf ihn, auf unseren Coach, auf unseren Freund. Ein Hoch auf unseren Berater, der‘s ehrlich und gut mit uns meint.“ Elfriede Peil

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