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Ein kleiner Landschaftssee inmitten des Wohngebiets: Dass dort kleine Kinder planschen, ist nicht erlaubt. 

Beschluss im Hauptausschuss Karlsfeld

Weiher im Prinzenpark: Badeverbot bleibt bestehen

Es bleibt zunächst dabei: Für den kleinen Weiher im Prinzenpark gilt Badeverbot. Dass es doch noch aufgehoben wird, ist jedoch nicht ausgeschlossen.

VON THOMAS LEICHSENRING

Karlsfeld – Es ist ein Teich, viel kleiner als Karlsfelder See und Waldschwaigsee und sogar kleiner als der Eichinger Weiher. Angelegt wurde das kleine Gewässer zwischen Roßkopfweg und Watzmannstraße im Neubaugebiet westlich der Bahn. Eltern lassen dort gern ihre kleinen Kinder ein wenig rumplanschen.

Doch das ist verboten. Denn im Gegensatz zu den beiden großen Badeseen Karlsfelder See und Waldschwaigsee gibt es hier keine Benutzungssatzung.

Zwei Karlsfelder Buben, Maxi und Franz, saßen am Dienstagabend im Sitzungssaal des Karlsfelder Rathauses. Dort befasste sich der Hauptausschuss des Gemeinderats mit ihrem Antrag, das Badeverbot aufzuheben. Maxi und Franz haben für ihren Wunsch breite Unterstützung westlich der Bahn – 252 Unterschriften haben die Buben gesammelt.

Die Gemeindeverwaltung hat sich die Situation an dem kleinen See daraufhin nochmals näher angeschaut. Fazit: Die Voraussetzungen für eine Aufhebung des Badeverbots könnten kaum schlechter sein, wie Florian Schindler vom Ordnungsamt in der Sitzung mitteilte. Der See ist zu klein, es gibt keine WC-Anlage und keine Parkplätze. Zudem müsste die Gemeinde die Wasserqualität regelmäßig überprüfen.

Der maßgebliche Punkt für Bürgermeister Stefan Kolbe ist allerdings ein anderer: die Haftungsfrage. Man könne einer Aufhebung nur dann zustimmen, „wenn die Gemeinde und ich persönlich aus der Haftung sind“.

Kolbes Befürchtung ist nicht von der Hand zu weisen. Im hessischen Neukirchen wurde ein Bürgermeister wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, nachdem drei Kinder in einem kleinen Löschteich ertrunken waren.

Der Hauptausschuss beschloss deshalb einstimmig, von einer Aufhebung des Badeverbots abzusehen. Aber es gibt noch ein wenig Hoffnung für Maxi, Franz und die 252 Badefreudigen, die unterschrieben haben: Die Gemeindeverwaltung soll mit Fachleuten der Versicherung klären, ob das Baden erlaubt werden kann, ohne dass Gemeinde oder Bürgermeister haftbar gemacht werden können.

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