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Für die Auszählung der Stimmen werden immer viele Helfer benötigt. (Symbolbild)

Motivationshilfe für Wahlhelfer

Gemeinde Karlsfeld erhöht Erfrischungsgeld um bis zu 100 Prozent

Wie kann man potentielle Wahlhelfer dazu bewegen, am Wahltag mitzuarbeiten. Die Gemeinde Karlsfeld hat als Anreiz nun das Erfrischungsgeld erhöht.

Karlsfeld – Das Problem kehrt immer wieder und ist nicht nur in der Gemeinde Karlsfeld hinlänglich bekannt: Es wird immer schwieriger, ausreichend Wahlhelfer zu finden. Deshalb beschloss der Hauptausschuss des Gemeinderats am Montagabend einstimmig eine Erhöhung des sogenannten Erfrischungsgelds.

40 Euro zahlt Karlsfeld einem Wahlhelfer bislang, „das ist ziemlich wenig“, räumte Bürgermeister Stefan Kolbe ein. Bei den arbeitsintensiven Kommunal-, Landtags- und Bezirkstagswahlen gibt es künftig 80 Euro pro Wahlhelfer. 50 Euro sind es bei Europa- und Bundestagswahlen. Kommt am Wahlsonntag noch ein Volksentscheid dazu, gibt es 15 Euro obendrauf. Sollte allein ein Volksentscheid anstehen, bekommt ein Wahlhelfer 40 Euro. Der Staat schießt – einerlei welche Wahl – 21 Euro pro Wahlhelfer zu.

Die Erhöhung solle eine kleine Motivationshilfe sein, wenngleich sich im Ausschuss niemand Illusionen macht, dass die Interessenten nun im Rathaus Schlange stehen werden. Auch als Wertschätzung für all jene, die sich immer wieder als Wahlhelfer zur Verfügung stellen, ist die Maßnahme gedacht.

Holger Linde (CSU) forderte eine Sondervergütung für Wahlvorstände und deren Stellvertreter. Er begründete dies mit einem erhöhten Zeit- und Arbeitsaufwand. Außerdem übernähmen diese Wahlvorstände viel Verantwortung. Bürgermeister Kolbe sagte zu, dass der Vorschlag in einer späteren Sitzung besprochen wird.

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tol

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