Großeinsatz läuft: Polizei evakuiert Rathaus von Augsburg - Gewalttat angedroht

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Karlsfeld soll einen Imagefilm bekommen. Doch der hohe Preis schreckt die Gemeinderäte ab. (Symbolbild)

Imagefilm eine Frage des Preises

Gemeinderat einig: 50.000 bis 100.000 Euro sind zu viel

Ein Imagefilm sollte die Außendarstellung Karlsfelds verbessern, das forderte die CSU in einem Antrag. Doch jetzt kommen Bedenken auf.

Karlsfeld – Mit einem etwa fünfminütigen Imagefilm solle die „eigene Identität“ Karlsfelds auch überregional in Erscheinung treten, sollen „alle Aspekte von Karlsfeld“ dargestellt und das „Wir-Gefühl“ der Karlsfelder nachhaltig gestärkt werden. So hat es die CSU beantragt (wir berichteten). Als die Gemeindeverwaltung jedoch jetzt dem Hauptausschuss des Gemeinderats die Kosten für einen von einer Fachfirma professionell gemachten Film vorlegte, wurde klar: Das ist zu teuer. Zwischen 50 000 und 100 000 Euro müsse man in die Hand nehmen, je nach Länge und Aufwand, so Hauptamtsleiter Francesco Cataldo. Selbst CSU-Fraktionschef Bernd Wanka räumte ein: „Das Geld haben wir nicht.“

Doch gestorben ist das Vorhaben noch nicht. Die Gemeindeverwaltung soll prüfen, ob der Film auch günstiger zu haben ist, zum Beispiel in Kooperation mit einer Hochschule. Wolfgang Offenbeck (CSU) hatte dies vorgeschlagen. „Dann sollten wir mit 10 000 Euro hinkommen.“ Wanka hatte zuvor auf die Stadt Moosburg verwiesen, die einen gut gemachten Film für 7000 Euro bekommen hätte.

Adrian Heim fürchtet die „Grenze zur Peinlichkeit“

Auch Adrian Heim (Bündnis für Karlsfeld) stimmte am Ende mit. In der Diskussion hatte er allerdings gesagt, dass er „überhaupt keine Notwendigkeit“ für einen Imagefilm sehe. Bei einer semiprofessionellen Ausführung bestehe die Gefahr, dass „die Grenze zur Peinlichkeit“ erreicht werde. Beate Full (SPD) gab zu bedenken, dass ein solcher Film „schnell veraltet“ sei.

Eine „wichtige Zielgruppe“, die durch den Film angesprochen werden soll, seien auch „zukünftige Gewerbetreibende“, hieß es im CSU-Antrag. Dieses Ansinnen laufe ins Leere, sagte Peter Freis, Wirtschaftsförderer im Karlsfelder Rathaus. Aktuell habe die Gemeinde ohnehin keine Flächen, die sie interessierten Firmen anbieten könne.

Lesen Sie auch: Pöbeln, spucken und treten. Weil sich ein 24-Jähriger am Dachauer Bahnhof völlig daneben benahm, musste er sich jetzt vor dem Amtsgericht verantworten.

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tol

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