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Willkommen beim neuen Spitzenreiter im deutschlandweiten Mietpreis-Ranking – Karlsfeld. 

Im Landkreis Dachau

Mietpreise: Karlsfeld ist Spitzenreiter - nicht München

20 Jahre stand die Landeshauptstadt München im Ranking ganz oben, jetzt hat Deutschland einen neuen Mietpreis-Spitzenreiter: die Gemeinde Karlsfeld.

Seit 1996 wertet die F+B GmbH, ein Forschungs- und Beratungsunternehmen für Wohnen, Immobilien und Umwelt aus Hamburg, Mietspiegel von Städten und Gemeinden mit mindestens 20 000 Einwohnern aus. Zugrunde liegen die Nettokaltmieten von typischen Normalwohnungen mit einer Fläche von 65 Quadratmetern, mittlerer Ausstattung und Lage. Und hier liegt die 22 000-Einwohnergemeinde Karlsfeld vorne, wie F+B gestern veröffentlichte.

Nettokaltmiete nirgendwo in Deutschland so hoch wie in Karlsfeld

Die Nettokaltmiete pro Quadratmeter in der Durchschnittswohnung liegt in Karlsfeld bei 10,62 Euro. Laut Mietspiegelindex für 2018 ist es nirgendwo in Deutschland mehr. Mieter zahlen in Karlsfeld 53 Prozent mehr als im deutschen Durchschnitt. Knapp dahinter folgen München (plus 51 Prozent) und Stuttgart (plus 44 Prozent). Auf Rang fünf kommt die Große Kreisstadt Dachau mit einem Plus von 39 Prozent. Insgesamt hat F+B die offiziellen Mietspiegel von 350 Städten und Gemeinden ausgewertet.

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Mietspiegel werden in den meisten größeren und auch in vielen kleineren Städten erhoben. Sie bilden das Niveau und die Entwicklung der Mieten im Bestand ab, man spricht auch von der „ortsüblichen Vergleichsmiete“. Bestandsmieten der Altverträge und die Neuvertragsmieten liegen allerdings weit auseinander. Der von seinem Unternehmen erarbeitete Mietspiegelindex bilde die Wohnungsmarktsituation in den prosperierenden Wirtschaftsmetropolen Deutschlands dennoch verlässlich ab, versichert Dr. Bernd Leutner, Geschäftsführer von F+B.

Mietpreise: Auch Dachau und Germering in Top Ten vertreten

Dass mit Karlsfeld eine Gemeinde aus dem Münchner Speckgürtel vorne liegt und Dachau und Germering in den Top Ten gelandet sind, überrascht Leutner nicht: „Hier zeigen sich die Folgen der höheren Nachfrage in den Umlandgemeinden der Großstädte, da die Zentren die Nachfrage nach Wohnraum nicht mehr bedienen können und die Nachfrage deshalb in das Umland überschwappt.“ tol

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