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Geeignete Basis fürs Festival: Alle zwei Jahre veranstaltet der Kunstkreis Karlsfeld am Karlsfelder See seine Freiluftausstellung „Seh am See“. 

Ausstellung “Seh am See“ wird ausgeweitet

Kleines Kulturfestival für Karlsfeld

Karlsfeld bekommt ein Kulturfestival – zunächst einmal ein kleines. Schon 2018 ist Premiere.

Karlsfeld – Die traditionelle Freiluftausstellung „Seh am See“ des Karlsfelder Kunstkreises soll aufgewertet und zu einem kleinen Kulturfestival ausgeweitet werden. Das hat Vizebürgermeister Stefan Handl dem Hauptausschuss des Karlsfelder Gemeinderats mitgeteilt.

Handl war als Vertreter der Gemeinde beim „Runden Tisch Kunst und Kultur“ dabei. Karlsfelder Kulturschaffende treffen sich hier seit einigen Monaten regelmäßig, um sich abzusprechen, auszutauschen und Kooperationen zu vereinbaren. Gemeinsames Ziel: „Das Thema Kultur in Karlsfeld anschieben“, wie es Bürgermeister Stefan Kolbe formulierte.

Ein Kulturfestival ist einer der Hauptpunkte in diesem Vorhaben. Die „Seh am See“, die der Kunstkreis im Zwei-Jahres-Rhythmus am Karlsfelder See veranstaltet, bietet nach Überzeugung des Runden Tisches die ideale Basis für eine erste Veranstaltung. „Viele wollen da mitmachen“, berichtete Handl. Vorgesehen sind zum Beispiel Theateraufführungen und Lesungen. Und das Sinfonieorchester Karlsfeld wollte am Wochenende des 21. und 22. Juli 2018, wenn die 15. „Seh am See“ stattfindet, ohnehin ihre Sommerserenade spielen. Handl: „Ich bin zuversichtlich, dass wir ein gutes Programm für ein Wochenende zusammenbekommen.“

Der Kunstkreis Karlsfeld begrüße die Neufassung seiner Traditionsveranstaltung ausdrücklich, so Handl weiter. Nicht zuletzt erhoffe sich der Verein mehr Besucher für die Ausstellung.

Aufgabe der Gemeinde sei es vor allem, das Festival auf verschiedenen Kanälen zu bewerben, sagte Handl. Bürgermeister Stefan Kolbe schlug vor, hierfür 5000 Euro in den Haushalt für 2018 einzustellen.

Ganz oben auf dem Wunschzettel der Karlsfelder Kulturschaffenden: eine Open-Air-Bühne. Bei der Standortsuche stellte sich allerdings heraus, dass der Karlsfelder See nicht geeignet ist, und zwar aus zwei Gründen. „Unsere Orchester befürchten Probleme mit der Akustik in der freien Landschaft“, sagte Handl. Zudem gehört das Gelände am See dem Münchner Erholungsflächenverein. Dessen Satzung untersagt eine Einzäunung. Aber ohne abgetrennte Fläche wäre es sehr schwierig, bei Konzertbesuchern Eintritt zu kassieren. Benötige Einnahmen für die Refinanzierung der Bühne fielen weg.

Der Favorit für die Open-Air-Bühne ist der Innenhof der Mittelschule Karlsfeld, der eine bessere Akustik biete. Die weiteren Vorteile: Es gibt Parkplätze in der Nähe, sowie eine Küche und Sanitäranlagen.

Dreimal ist der „Runde Tisch Kunst und Kultur“ bislang zusammengetreten. „Die Gespräche kommen immer besser in Gang“, berichtete Handl dem Ausschuss. Forciert werden sollen die Öffentlichkeitsarbeit und die rechtzeitigen Terminabsprachen. Das ist auch nötig, wie am zweiten Adventssonntag deutlich wurde: Da fanden innerhalb weniger Stunden drei Weihnachtskonzerte in Karlsfeld statt. tol

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