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Ein Großbrand hat am Montagabend den alten Stadel auf dem Ludl-Anwesen an der Münchner Straße in Karlsfeld zerstört.

Zeugen gesucht

Feuer vernichtet Stadel auf dem Ludl-Areal: Polizei vermutet Brandstiftung

Der alte Stadel auf dem sogenannten Ludl-Areal an der Münchner Straße in Karlsfeld stand am Montagabend lichterloh in Flammen. Nun gibt es erste Hinweise auf die Ursache: Brandstiftung.

Update vom 16. April, 17.22 Uhr: Nach dem verheerenden Feuer auf dem Ludl-Areal in Karlsfeld am Montagabend (siehe Erstmeldung unten) ist die Polizei bei ihren Ermittlungen nach der Unglücksursache einen Schritt weiter gekommen.

Laut einem Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord in Ingolstadt waren der Kriminaldauerdienst sowie die Brandfahnder der Kripo Fürstenfeldbruck noch bis tief in der Nacht vor Ort, um in den glühenden Überresten der abgebrannten Scheune Hinweise zu finden. Ergebnis: Da in dem alten Stadel seit längerem der Strom abgestellt war und sowohl Zeugen wie auch die Feuerwehr den Brandherd im Gebäude vermuten, gehen die Ermittler von „mindestens fahrlässiger Brandstiftung“ aus.

Polizei hat Vermutung nach Feuer in Stadel in Karlsfeld

Ursache für das Feuer könnte beispielsweise eine „achtlos weggeworfene Zigarette“ gewesen sein. Spuren zu finden, sei aktuell zwar schwierig, „da das Gebäude massiv abgebrannt ist und beim Ausräumen letzter Glutnester der Brandschutt nochmal komplett umgekrempelt“ worden sei. Sollte dem Feuer allerdings tatsächlich nachgeholfen worden sein, dann, so die Polizei, „werden wir das herausfinden“! Einen konkreten Tatverdacht gebe es bislang aber noch nicht; klar sei aber, dass sich regelmäßig Jugendliche und andere Unbefugte auf dem Gelände aufgehalten hätten.

Was die Höhe des entstandenen Sachschadens betrifft, korrigiert die Polizei ihre noch am Montagabend genannten Zahlen nach unten. Die Scheune war laut Polizei sehr baufällig, zudem sei entgegen erster Vermutungen „kein hochwertiges landwirtschaftliches Gerät darin gelagert worden“, so dass der Sachschaden lediglich mehrere zehntausend Euro betragen dürfte.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Brandursache geben können beziehungsweise die am Montag gegen 19 Uhr entsprechende Beobachtungen auf dem alten Ludl-Anwesen an der Münchner Straße gemacht haben, mögen sich bitte bei der Kripo unter Telefon 0 81 41/61 20 melden.

Erstmeldung: Brand zerstört Stadel auf Ludel-Areal in Karlsfeld

Karlsfeld - Laut Stephan Kürzinger, zweiter Kommandant der Feuerwehr Karlsfeld, hatte es in dem leerstehenden Gebäude an der Münchner Straße schon öfter gebrannt, „diesmal allerdings richtig“. Eine Spaziergängerin hatte gegen 19.20 Uhr als Erste bemerkt, dass aus dem alten Stadel Rauch quoll. Bereits während sie den Notruf absetzte, schlugen meterhohe Flammen aus dem Gebäude. 

Feuer bricht in Stadel in Karlsfeld aus: Spaziergängerin bemerkt Rauch

Zur Ursache des Feuers konnte die Polizei bis Redaktionsschluss noch keine genaue Auskunft geben. Fest steht laut einer Sprecherin nur: „Es gab keine Verletzten.“ Der Sachschaden aber sei „sehr hoch“, geschätzt „um die 100 000 Euro“. Neben mehreren Streifen der Polizei und dem Rettungsdienst waren auch das THW sowie die Freiwilligen Feuerwehren aus Dachau, Karlsfeld, Prittlbach, Riedmoos, Oberschleißheim und Ludwigsfeld mit insgesamt rund 100 Mann an dem Einsatz beteiligt. Wegen der starken Rauchentwicklung rückte sogar die Berufsfeuerwehr München an. 

Großeinsatz der Feuerwehr in Karlsfeld: Feuer bricht in Stadel aus

Zusätzlich wurde auch das Wasserwerk der Gemeinde kurzfristig besetzt, um die Versorgung der Feuerwehren mit Löschwasser sicherzustellen. Bürgermeister Stefan Kolbe eilte ebenso an die Unglücksstelle wie zahlreiche Karlsfelder. Der Einsatz gestaltete sich als schwierig an der viel befahrenen Münchner Straße. Die Dachauer und die Karlsfelder Feuerwehren versuchten daher auch mittels Drehleitern vom Parkplatz des McDonalds-Schnellrestaurants aus den Brand zu löschen. Um besseren Zugang zum Unglücksort zu bekommen, musste zudem die Münchner Straße gesperrt werden. 

Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden

Nach 30 bis 40 Minuten war das Feuer laut Kommandant Kürzinger gelöscht. Die sogenannten Nachlöscharbeiten aber dauerten noch bis in die frühen Morgenstunden. Grundsätzlich nahmen die Flammen das vorweg, was dem Stadel ohnehin geblüht hätte: Wie berichtet, hatte der Gemeinderat beschlossen, das Areal des alten Ludl-Anwesens komplett mit Wohnen und Gewerbe zu überplanen. Außer der denkmalgeschützten kleinen Kapelle sowie dem sogenannten Sommerhäusl, das an eine andere Stelle versetzt werden soll, werden alle Gebäude auf dem Grundstück abgerissen – auch der alte Stadel, der gestern Abend zum Raub der Flammen wurde.

Nach einem Zimmerbrand in Dachau-Süd boten sich den Rettungskräften entsetzliche Bilder. Ein Rauchmelder konnte immerhin verhindern, dass in dem Mehrfamilienhaus noch andere Menschen zu Schaden kamen. Ein Lkw und ein Bus, die auf dem Parkplatz an der ehemaligen MD-Papierfabrik in der Dachauer Ostenstraße geparkt waren, sind im Dezember in Brand geraten. Zu einem Großeinsatz auf dem Campus Martinsried eilten an die 130 Einsatzkräfte: Dort ereignete sich in einem Labor ein Unfall.

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