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„Er ist der richtige Mann.“ Stefan Kolbe in Siegerpose.

Karlsfelder CSU nominiert Bürgermeisterkandidaten

100 Prozent für Stefan Kolbe

Die Karlsfelder CSU hat Bürgermeister Stefan Kolbe erneut aufs Schild gehoben. Die Mitglieder nominierten den Rathauschef bei der Aufstellungsversammlung zum dritten Mal für sein Amt – mit einer Traumquote.

VON R.-DIETMAR SPONDER

Karlsfeld – Nicht nur die Dachauer wissen, wer der CSU-Spitzenkandidat für die Kommunalwahl 2020 ist (Peter Strauch), sondern seit Freitagabend auch die Karlsfelder: Stefan Kolbe soll ein drittes Mal antreten. Bei der Aufstellungsversammlung des CSU-Ortsverbands Karlsfeld im Paulaner Seegarten erhielt Bürgermeister Kolbe 100 Prozent der Stimmen. „Wir wären ja verrückt, jemand anderen vorzuschlagen“, betonte zweiter Bürgermeister Stefan Handl. „Wir wollen, dass die erfolgreiche Entwicklung Karlsfelds weitergeht. Er ist der richtige Mann.“ Dafür erntete Handl Beifall seiner begeisterten Parteifreunde.

Hoffnungsträger: Mit diesen Kandidaten tritt die CSU bei der Kommunalwahl an.

Ähnlich einmütig segneten die 39 stimmberechtigten CSU-Mitglieder die von Ortsvorsitzendem Christian Bieberle vorgelegte Vorschlagsliste für den Gemeinderat ab. Durch den Sprung über die 20 000-Einwohner-Marke (22 000 Einwohner sind es derzeit) vergrößert sich der Gemeinderat in Karlsfeld von 24 auf 30 Personen. Acht Frauen finden sich auf der Liste, die Bieberle als „gute Liste“ bezeichnete. Sie decke alles ab, Männer und Frauen, Deutsche, Italiener und Griechen, Vereinsvorstände, bisherige Gemeinderäte und neue Kandidaten, Junge wie Ältere.

Vor der Wahl hatte Bernd Wanka als Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat auf die vergangenen vierdreiviertel Jahre der laufenden Legislaturperiode zurückgeblickt und Spitzenkandidat Stefan Kolbe den Ausblick auf die nächste Wahlperiode überlassen. Vieles sei geschafft, so Wanka. Auch Bürgermeister Stefan Kolbe meinte: „Unsere Bilanz kann sich sehen lassen.“ Bei der Ortsentwicklung seien etwa beim Ludl-Gelände erste Schritte getan. Es komme hier wie auch westlich der Bahn auf einen zukünftigen Mix aus Gewerbe und Wohnen an. Es gelte durchaus mutig zu sein und den Ludl-Hof abzureißen, nicht jedoch die Ludl-Kapelle. „Gewerbe hat einen hohen Stellenwert“, betonte Kolbe. Denn die Gemeinde brauche solide Einnahmen. Kolbe bedauerte, dass es in dieser Hinsicht auf dem ehemaligen Bayernwerksgelände noch nicht weitergegangen sei. Daher wolle er dort in Zukunft auch keine weitere Wohnbebauung zulassen.

„Ein großes Zukunftsthema wird bezahlbares Wohnen sein.“ Der Spitzenkandidat verwies darauf, dass in der Parzivalstraße bereits Sozialwohnungen entstanden seien. Aber die Warteliste für eine Sozialwohnung werde immer länger. Aufgrund aktueller Rechtsprechung sei leider das Einheimischen-Modell heute nicht mehr so einfach zu verwirklichen.

Den Bebauungsplan fürs Gewerbegebiet an der Schleißheimer Straße wolle er rasch ins Laufen bringen, um ihn „hoffentlich heuer noch abschließen“ zu können. Das sei nötig, um endlich wieder interessierten Unternehmen in Karlsfeld Grundstücke anbieten zu können.

In den vergangenen zehn Jahren habe die Gemeinde Karlsfeld über 750 Kinderbetreuungsplätze geschaffen. Aber das habe ein hohes Defizit fürs Gemeindesäckel gebracht, wegen der hohen Personalkosten. „Hier muss ich mal auf die Regierung schimpfen“, sagte Kolbe. Diese habe nie bedacht, wo die ganzen Arbeitskräfte herkommen sollten. Andere Kommunen zahlten zusätzlich, aber das könne sich Karlsfeld nicht leisten.

Der TSV Eintracht könne sich der Unterstützung der CSU-Fraktion sicher sein, so Kolbe, wenn es um den zwingend notwendigen Bau des neuen Sportheims gehe. Der Verein mit über 4000 Mitgliedern brauche auch eine vernünftige Sportgaststätte.

Reinhard-Dietmar Sponder

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