Spektakuläre Wende! UEFA gibt nach: CL-Rückspiel des FC Bayern anders als geplant

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Mietspiegel im Gemeinderat Karlsfeld

„Damit Vermieter keine Mondmieten verlangen können!“

Karlsfelder Gemeinderat stimmt Mietspiegel zu - bewährtes Instrument - gegen utopische Mieten

Karlsfeld – Der Karlsfelder Gemeinderat hat der Fortschreibung des qualifizierten Mietspiegels zugestimmt. Seit 1997 ermittelt die Gemeinde in Zusammenarbeit mit mehreren Kooperationspartnern Daten für den Mietspiegel.

Ein qualifizierter Mietspiegel ist vor allem von Bedeutung, wenn Vermieter und Mieter sich nicht einig sind, was eine Wohnung an Miete wert ist. „Das Instrument hat sich bewährt“, sagte Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Seit der Einführung sei die Zahl der Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern deutlich zurückgegangen. Gemeinderat Franz Trinkl (SPD) stimmte zu: „Der Mietspiegel bildet die Realität zwar nur bedingt ab, er trägt aber dazu bei, dass Vermieter keine Mondmieten verlangen können.“

Der Mietspiegel wird alle zwei Jahre aktualisiert. Er gilt nur für nicht preisgebundene Mietwohnungen des frei finanzierten Wohnungsbaus zwischen 25 und 110 Quadratmetern. Ausgenommen sind zum Beispiel Sozialwohnungen, Wohnungen in Alten- und Studentenheimen und Ferienwohnungen.

Das Mietrecht unterscheidet zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Mietspiegel. Der qualifizierte Mietspiegel gibt die ortsüblichen Mieten wesentlich genauer wieder als der einfache Mietspiegel.

Der Mietspiegel zeigt, wie rasant die Mieten in den vergangenen Jahren gestiegen sind. Im Jahr 2001 lag die durchschnittliche Miete in Karlsfeld unabhängig von Wohnfläche und Baujahr bei 8,03 Euro pro Quadratmeter. 2018 waren es 11,18 Euro. Im aktuellen Mietspiegel sind es 11,54 Euro.

Im Februar 2019 brachte der Mietspiegel die Gemeinde Karlsfeld bundesweit in die Schlagzeilen. Die F+B GmbH, ein Forschungs- und Beratungsunternehmen für Wohnen, Immobilien und Umwelt aus Hamburg, hatte die Mietspiegel von deutschen Städten und Gemeinden mit mindestens 20 000 Einwohnern ausgewertet – und Karlsfeld lag bundesweit an der Spitze, hatte München von Rang eins verdrängt.

Der aktuelle qualifizierte Mietspiegel ist auf der Internetseite der Gemeinde Karlsfeld (www.karlsfeld.de) abrufbar. THOMAS LEICHSENRING

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