Absage: Das 50 Jahre alte Hallenbad muss saniert werden. Doch Karlsfeld hat es nicht ins Bundes-Förderprogramm geschafft. Eine kleine Chance bleibt aber noch.
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Absage: Das 50 Jahre alte Hallenbad muss saniert werden. Doch Karlsfeld hat es nicht ins Bundes-Förderprogramm geschafft. Eine kleine Chance bleibt aber noch.

Gemeinde Karlsfeld bekommt für notwendige Sanierung kein Geld vom Bund

Droht dem Karlsfelder Hallenbad das Aus?

  • vonThomas Leichsenring
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Hat das Karlsfelder Hallenbad eine Zukunft? Es muss dringend saniert werden, doch die Gemeinde Karlsfeld hat kein Geld. Jetzt gab es einen weiteren Rückschlag.

Karlsfeld - Es steht nicht gut um die Zukunft des Karlsfelder Hallenbads. Im Gemeinderat hoffte man, in ein Förderprogramm des Bundes aufgenommen zu werden. „In der ersten Runde sind wir aber nicht berücksichtigt worden“, teilte Bürgermeister Stefan Kolbe gestern mit. Eine weitere Chance gebe es im Sommer.Das Programm trägt den Titel „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. 600 Millionen Euro hat der Bund dafür locker gemacht. Wie der Karlsfelder Kämmerer Alfred Giesinger mitteilte, könne mit einer Förderung von bis zu 45 Prozent gerechnet werden. Nur sei die Chance, dass Karlsfeld ins Programm aufgenommen wird, gering, sie liege unter zehn Prozent, hatte Giesinger schon im Dezember mitgeteilt.

Und das Programm stieß auf enorme Resonanz. „Es war mehrfach überzeichnet“, so Bürgermeister Kolbe am Diensatg. Viele, viele deutsche Gemeinden, Städte und Landkreise wollten also etwas abhaben vom Kuchen.

Karlsfeld hatte sich noch mit einem zweiten Großprojekt um Aufnahme ins Programm beworben: mit der Sanierung der Sporthalle an der Krenmoosstraße. Leider gab es auch hier eine Absage.

Fünf Monate lang haben Experten das Karlsfelder Hallenbad im vergangenen Jahr genau unter die Lupe genommen. Fazit: Das 1971 eröffnete und 1999 letztmals in größerem Umfang sanierte Hallenbad steht recht gut da für sein Alter. Will man es aber fit machen für die nächsten 25 Jahre, wird es teuer. Man müsse von Gesamtsanierungskosten in Höhe von netto 9,3 Millionen Euro ausgehen, haben die Experten errechnet. In der Gemeinderatssitzung im Dezember hatte Kolbe erstmals öffentlich ausgesprochen, dass gegebenenfalls über eine Schließung des Hallenbads nachgedacht werden müsse.

Der Gemeinderat befasst sich in seiner nächsten öffentlichen Sitzung abermals mit dem Thema. Am Donnerstag, 22. April, ab 19 Uhr im Bürgerhaus, erhalten die Gemeinderäte weitere aktuelle Informationen zum Sachstand. Sie wollen dann über die weitere Vorgehensweise diskutieren und womöglich auch entscheiden.

Zwei weitere öffentliche Sitzungen stehen in der kommenden Woche auf dem Plan. Am Dienstag, 20. April, 18 Uhr, tagt zunächst der Haupt- und Finanzausschuss des Gemeinderats im Rathaus, tags darauf kommt der Umwelt- und Verkehrsausschuss (18 Uhr, ebenfalls Rathaus) zusammen. Der Haupt- und Finanzausschuss setzt die Haushaltsberatungen fort. Zudem befasst er sich mit Zuschussanträgen.

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