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Glückwunsch zu 50 Jahren Ehe: Bürgermeister Stefan Kolbe (links) mit Elfriede und Edmund Sorgatz.

Elfriede und Edmund Sorgatz aus Karlsfeld sind seit 50 Jahren ein Paar

Diese „Goldenen Hochzeiter“ haben die ganze Welt bereist

Elfriede und Edmund Sorgatz aus Karlsfeld haben Goldene Hochzeit gefeiert. Die beiden eilten rasant durch die Jahrzehnte - und um die Welt.

Karlsfeld – „Jung gefreit hat nie gereut.“ Wenn dieser Spruch auf ein Ehepaar passt, dann auf Elfriede und Edmund Sorgatz. Sie war 20, er 21, als sie vor 50 Jahren geheiratet haben. Und dass sie jetzt die „Goldene“ feiern, können sie so recht nicht fassen. „Wie die Zeit verrinnt. Unwahrscheinlich schnell sind die Jahre vorbei.“

Das könnte auch daran liegen, dass die beiden rasant durch die Jahrzehnte geeilt sind. Wenn sie von ihren vielen Reisen in die ganze Welt erzählen, kommt man beim Zuhören (und Mitschreiben) kaum mit. Die erste gemeinsame Fahrt ging nach Jugoslawien, mit dem Zelt. „Mit 200 Mark, das war irre.“ Nach der Zelt-Phase wurde ein Wohnwagen angeschafft, dann ein VW-Bus, und später hat das Paar vier Wohnmobile, wie soll man‘s sagen: „abgefahren“. Die längste Reise war ein dreiviertel Jahr durch Europa. Und die schönste Reise? „Da wo mia war‘n, wars‘s immer am schönsten“, sagt salomonisch Edmund Sorgatz.

Bürgermeister Stefan Kolbe, der mit einem Geschenkgutschein zum Gratulieren kam, kann nur neidvoll den Berichten lauschen. Asien, China, Vietnam, Kambodscha, Thailand, Peking bis Hongkong – da möchte er auch mal hin. Geht aber wohl erst nach dem Ruhestand, und der ist ja bei ihm noch lange nicht in Sicht.

Für das Ehepaar Sorgatz war die Altersteilzeit – beide haben bei der MAN gearbeitet – „echt toll“, wie Elfriede Sorgatz sagt, das Zeitfenster zur Welt sozusagen. Davor musste sie aber noch eine andere Hürde überwinden: in ein Flugzeug steigen. „Da kriegst mich nie rein“, hatte sie ihrem Gatten gesagt. Ein Thailand-Foto, ein rühriges Reisebüro und „ein Ruck“, den sie sich ihrem Edmund zuliebe gab, brachte sie dann doch auf die Flugzeugtreppe und somit in diverse Kontinente. „Irre war das.“

Die temperamentvolle 70-Jährige liebt das Leben und Wörter wie „cool“, krass“, „toll“ und eben „irre“. Weil sie sich im Fasching kennengelernt und eben da auch geheiratet haben („das war aber kein Faschingsscherz!“) gehen sie gerne auf den „Inthro“, also den Inthronisationsball im Karlsfelder Bürgerhaus, zumal Enkelin Marlene seit vielen Jahren beim OFC mittanzt. Sohn Christian kam vor 48 Jahren in München zur Welt. Dort bekamen sie nur eine Wohnung, weil sie an den damaligen Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel persönlich geschrieben hatten. Dass der sich dann tatsächlich darum kümmern würde, hätten Elfriede und Edmund Sorgatz nie gedacht und war natürlich „toll“. Wie eigentlich alles im Leben der beiden „Goldenen Hochzeiter“.  

Elfriede Peil

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