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Erstmals vertrat er die Dachauer Polizei bei der Bürgerversammlung im Karlsfelder Bürgerhaus: Polizeirat Stefan Priller.

Dachauer Polizeirat legt Statistik vor

Karlsfeld ist „eine sehr sichere Gemeinde!“

„Ich darf Sie beglückwünschen“, sagte Polizeirat Stefan Priller, „Sie leben in einer sehr sicheren Gemeinde.“ Der stellvertretende Dienststellenleiter der Dachauer Polizei legte auf der Bürgerversammlung im Karlsfelder Bürgerhaus die Kriminalitäts- sowie die Verkehrsunfallstatistik für die Gemeinde vor.

Die wichtigstes Nachricht: Die Zahl der Delikte ist 2018 gegenüber den Vorjahren zurückgegangen, in Karlsfeld und im Landkreis insgesamt.

608 Straftaten sind im Jahr 2018 für Karlsfeld bei der Dachauer Polizei aktenkundig geworden, von der Schmiererei an der Hauswand und der schlichten Beleidigung bis zur gefährlichen Körperverletzung. 2017 waren es 655 Straftaten gewesen, 2016 und 2015 lagen die Zahlen mit 753 und 784 noch deutlich darüber.

Der Trend bestätigt sich im Landkreis Dachau. 4883 Straftaten waren es 2018, 5033 und 5356 in den beiden Jahren davor.

„Es gab 2018 weniger Diebstähle“, betonte Priller. In Karlsfeld ging die Fallzahl gegenüber 2017 von 249 auf 214 zurück. Auch weniger Fahrräder wurden geklaut (2018: 68, 2017: 81).

Von einem „gebrochenen Trend“ sprach Priller sogar, was Einbrüche betrifft. In der Hochzeit 2016 wurden allein in Karlsfeld 37 Einbrüche oder Einbruchsversuche verzeichnet, im vergangenen Jahr waren es ganze sechs. Die Menschen seien aufmerksamer geworden, so Priller, zudem zeigten Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen der Polizei Erfolge.

Nahezu unverändert blieb die Zahl der sogenannten Rohheitsdelikte. 2017 waren es in Karlsfeld 112, im vergangenen Jahr 114. Auch hier sei die Palette der Tatbestände breit, betont Priller, eine einfache Watschn kann schon unter Rohheitsdelikt fallen.

Weniger erfreulich: Die Zahl der Betrügereien nimmt deutschlandweit immer mehr zu, vor allem im Internet. Zudem warnte Priller vor der aktuell erfolgreichsten Masche der Trickbetrüger am Telefon: Sie geben sich als Polizeibeamte aus. Mitunter werde über Monate ein Vertrauensverhältnis aufgebaut – und dann Kasse gemacht, „zum Teil im sechsstelligen Bereich“, so Priller.

Wie sicher es in der Gemeinde Karlsfeld ist, zeigt besonders der Vergleich mit bayernweiten Daten. Pro 1000 Einwohner ereignen sich in Karlsfeld rechnerisch 29 Straftaten pro Jahr. Oberbayernweit sind es 40, bayernweit sogar 49. Selbst der Landkreis Dachau liegt mit 32 Straftaten im Schnitt noch über dem Karlsfelder Wert.

„Eine Unfallflucht ist keine Ordnungswidrigkeit, eine Unfallflucht ist eine Straftat!“ Mit dieser Aussage überraschte Priller viele Zuhörer. 2018 suchten in Karlsfeld 128 Personen nach einem Unfall das Weite. Das waren punktgenau so viele wie 2017, aber 28 mehr als 2016. 41 der 128 Unfallfluchten im vergangenen Jahr konnten aufgeklärt werden.

Obwohl der Verkehr auf Karlsfelds Straßen immer mehr zunimmt, sinkt die Zahl der Unfälle. 482 Verkehrsunfälle wurden 2018 registriert, 31 weniger als 2017 und 45 weniger als 2016. 72 Mal kam es zu Personenschaden. Insgesamt wurden 89 Menschen verletzt. Gestorben ist zum Glück im Jahr 2018 niemand bei einem Verkehrsunfall in Karlsfeld. Thomas Leichsenring

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