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Karlsfelder Ärztin hat ein Herz für Fluchttiere

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Tierärztin aus Leidenschaft: Dr. Katharina Kirschner mit ihrem Berner Sennenhund Schorsch.
Tierärztin aus Leidenschaft: Dr. Katharina Kirschner mit ihrem Berner Sennenhund Schorsch. © hab

Die Karlsfelder Veterinärin Dr. Katharina Kirschner behandelt kostenfrei Haustiere von Geflüchteten aus der Ukraine. Außerdem bittet sie um Futter- und Sachspenden.

Karlsfeld – „Ich würde meine Hunde auch mitnehmen, sogar die Tauben – wenn ich könnte“, sagt Tierärztin Dr. Katharina Kirschner. „Niemand möchte sein Tier in einem Land zurücklassen, in dem Krieg herrscht.“ Die Veterinärin aus Karlsfeld versorgt daher Haustiere von ukrainischen Kriegsflüchtlingen kostenlos.

Die schrecklichen Bilder in den Medien und ihre Erfahrungen im Notdienst haben die Inhaberin der Tierarztpraxis „VetInstinct“ dazu veranlasst, gemeinsam mit der mobilen Tierrettung ein Hilfsangebot zu schaffen. Mit einem solchen wohltätigen Versorgungspaket waren sie die Ersten im Landkreis Dachau.

Tollwutimpfung ist wichtig

Die mobile Tierrettung ist eine Organisation, die in Fällen von Misshandlung, Verwahrlosung, aber auch bei Tier-Schmuggel oder ausgesetzten Tieren eingreift.

„Egal, ob in öffentlichen Unterkünften oder privat untergebracht, jeder Flüchtling, der Hilfe für sein Tier benötigt, wird sie völlig kostenlos bekommen“, teilt die Tierärztin mit. Angeboten werden unter anderem tiermedizinische Therapien, Impfungen und Kennzeichnungen. Zudem gibt es Futtermittel und Tierzubehör.

Mittlerweile wurden bereits einige Haustiere behandelt. Durch die Flucht seien die häufigsten Gesundheitsprobleme der Tiere: kleinere Verletzungen, Augenentzündungen und Magenbeschwerden aufgrund der schlechten Futterversorgung. Wichtig ist laut Kirschner auch die Tollwutimpfung. Diese Virusinfektion ist in der Ukraine weitaus verbreiteter als in Deutschland.

Auch Spenden sind willkommen

Trotz aller Verständigungsprobleme: Die Tierbesitzer seien sehr dankbar und überrascht über die kostenlose Hilfeleistung, sagt Kirschner.

Futter- und Sachspenden können bei der mobilen Tierrettung abgegeben werden. Weitere Informationen sind auf der Website der Tierarztpraxis zu finden: www.vetinstinct.de. Nele Behrens

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