Franz Beckenbauer wegen gesundheitlicher Probleme nicht vernehmungsfähig

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In Karlsfeld fehlen momentan an 54 Kindergartenplätze. 

Neuer Einschulungskorridor führt in Karlsfeld zu Problemen

Kolbe beklagt Schnellschuss

Die Einschulung in Bayern soll zum Schuljahresbeginn 2019/20 flexibler werden. In Karlsfeld führt das zu erheblichen Problemen.

Karlsfeld/Landkreis – Die Einschulung in Bayern soll zum Schuljahresbeginn 2019/20 flexibler werden. Bei Kindern, die zwischen 1. Juli und 30. September sechs Jahre alt werden, sollen künftig die Eltern entscheiden, ob sie schon eingeschult werden oder erst ein Jahr später. Diesen „Einschulungskorridor“ sieht der Gesetzentwurf des bayerischen Kultusministeriums vor. Nicht vorhergesehen haben die Verantwortlichen dabei aber vermutlich die Probleme, die mit der neuen Regelung einhergehen. Vor allem in Karlsfeld gibt es Anlaufschwierigkeiten.

Dort fehlt es momentan an 54 Kindergartenplätzen, wie Bürgermeister Stefan Kolbe bei der jüngsten Bürgerversammlung betonte. Diese Lücke sei darauf zurückzuführen, dass 54 Kinder noch ein Jahr länger als geplant im Kindergarten bleiben würden. Von 98 möglichen Erstklässlern, die in diesem Korridorzeitraum liegen, sind es Kolbe zufolge nämlich nur 42, die sicher für die Schule angemeldet wurden. Bei zwei Kindern sei es noch unsicher, wie die Eltern sich entscheiden. „Ohne neu eingeführtem Einschulungskorridor wären mindestens 54 zusätzliche Kindergartenplätze zur Verfügung gestanden“, klagte der Bürgermeister.

Die Information zur Einführung des Korridors erging laut Kolbe allerdings sehr spät an die Gemeinde. Eltern hatten zwar bis zum 3. Mai Zeit für die Entscheidung, die Gemeinde hätte aber erst Anfang Februar davon erfahren. „Das ist ein absolutes Unding“, schimpfte der Rathaus-Chef verärgert. Seine Gemeinde hätte „Null-Komma-Null Reaktionszeit“ gehabt. Was auf die Kommunen mit der Entscheidung zukomme, sei vom Ministerium „nicht bedacht“ worden.

Bayerns Familienministerin Kerstin Schreyer räumte bereits ein, dass es zu einigen Problemen mit dem neuen Einschulungskorridor gekommen sei. Dessen Umsetzung sei „alles andere als glücklich gelaufen“. Der Anmeldetermin solle nächstes Jahr deshalb auf März vorgelegt werden.

Gabriele Mader, Leiterin der Kindertagesstätten in Karlsfeld, meint dazu: „Es hätte geholfen, wenn die Info ein Jahr vorher gekommen wäre, dann hätten neue Plätze geschaffen werden können.“ In den anderen Gemeinden im Landkreis Dachau sowie in der Großen Kreisstadt sieht es allerdings noch nicht so brenzlig aus wie in Karlsfeld. Ulrike Schneider-Güll, Rektorin der Grundschule Petershausen, meint: „Wir haben viel auf Beratung gesetzt und haben uns mit Kindergarten und Eltern zusammengesetzt.“ Es sei nicht mehr überraschend gewesen, wie sich die Eltern entschieden hätten. „Die Tendenz ist aber da, dass die Eltern eher später einschulen“, so Schneider-Güll.

Kein Problem sieht bislang auch Agnes Beasley, die Leiterin der Kindertagesstätten in Odelzhausen: „Die Eltern sind tendenziell so vernünftig, dass sie auf die Lehrer und uns gehört haben.“

Markus Haberl, Leiter des Amtes für Schule und Kinderbetreuung in Dachau, gibt sich vorsichtiger: „Die Stadt arbeitet daran, mit dem Einschulungskorridor umzugehen und was er bedeutet.“ Aus der Sicht der Stadt gebe es noch keine belastbaren Zahlen. 

Leyla Yildiz

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