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Willkommen in Karlsfeld: Pfarrerin Marie-Christin Hei der hat ihren Dienst schon angetreten.

Neuer Pfarrerin in der Korneliuskirche

Wunschgemeinde Karlsfeld

Marie-Christin Heider heißt die neue Pfarrerin an der Korneliuskirche in Karlsfeld. Zuletzt war sie Vikarin in der evangelischen Kirchengemeinde in Miesbach.

Karlsfeld – Der Moment ist gerade günstig für ein Telefoninterview: „Ja, das passt, meine Kinder halten ihren Mittagsschlaf, und da habe ich Zeit,“ sagt Marie-Christin Heider, die neue Pfarrerin an der Korneliuskirche. 15 Monate alt sind die Zwillinge, da kann man sich vorstellen, was außerhalb der Mittagsruh‘ los ist im Haus.

Am 15. März trat Marie-Christin Heider ihren Dienst an, mit einer Segnung innerhalb einer Andacht. Der große Einführungsgottesdienst wird nachgeholt. Vorher war Heider Vikarin in der evangelischen Kirchengemeinde in Miesbach.

Die erste Stelle nach dem Vikariat wird in der Regel von der Landeskirche bestimmt. Ihr Wunsch nach einer Gemeinde in der Nähe der großelterlichen Wohnorte – Moosach und Landshut – wurde aber erfüllt. „Das war sehr nett von der Landeskirche.“ Manchmal ist eben doch die Kinderbetreuung durch Oma und Opa notwendig. Auch der Kirchenvorstand der Korneliuskirche nahm auf ihre familiäre Situation Rücksicht. Sie hat mit ihrer halben Stelle keine „Residenzpflicht“ und kann zwischen der Wohnung in Freising und dem Dienstort pendeln.

Das, was sie in der kurzen Zeit von ihrer neuen Gemeinde kennenlernen konnte, lasse sie „sehr positiv gestimmt“ sein, wie Heider versichert: „Die große Vielfalt, verschiedenste Gruppen in allen Altersstufen, das tolle Engagement der Ehrenamtlichen, die Offenheit.“ Auch die Kirche gefällt ihr sehr: „Sie hat ein schönes Ambiente, mit den hohen Fenstern und dem roten Kreuz.“

Schon als Jugendliche hat die jetzt 32-Jährige sich gerne in der Kirche engagiert. Ihre damalige Gemeindepfarrerin ermunterte sie, eine Ausbildung zur Lektorin zu machen. Sie konnte so Gottesdienste halten, allerdings ohne Abendmahl und mit einer sogenannten Lesepredigt. Marie-Christin Heider bekam nur positive Rückmeldungen, man machte ihr Mut: „Wir trauen Dir zu, dass Du auch eine Pfarrerin sein kannst!“

Und nun ist sie angekommen in diesem „wunderschönen Beruf, der wirklich eine Berufung ist“, wie sie sagt. „Das ist ja nicht nur der Gottesdienst und da vorne stehen. Es ist viel Zuhören, Lebenshilfe und Seelsorge.“

Ihr Schwerpunkt wird in Zukunft die Jugend- und Familienarbeit sein – wenn denn der Alltag es wieder gestattet, dass man aufeinander zugeht.

ep

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