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Die Gemeinde Karlsfeld soll mit Ladesäulen versorgt werden ‒ Verwaltung erstellt ein Konzept

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Ein Auto wird gerade aufgeladen.
E-Mobilität gewinnt an Bedeutung. Auch Karlsfeld reagiert darauf. © dpa

In Karlsfeld suchen Besitzer von E-Autos vergeblich nach Ladesäulen, zumindest im öffentlichen Raum. Das soll sich ändern.

Karlsfeld ‒ Die Gemeindeverwaltung erhält den Auftrag, ein Konzept ausarbeiten, wie die öffentliche Versorgung mit Ladesäulen gestaltet werden sollte. Das hat der Verkehrsausschuss des Gemeinderats einstimmig beschlossen. Fest steht: Die Gemeinde kann die Versorgung mit Lademöglichkeiten nicht allein bewerkstelligen, sie muss mit Energieversorgern oder Stadtwerken zusammenarbeiten, weil sie selbst keinen Strom verkauft. „Die erste Aufgabe ist es, einen Partner zu finden“, sagte Bürgermeister Stefan Kolbe in der Ausschusssitzung. Der Landkreis Dachau hat zwei Planungsbüros damit beauftragt, ein Ladesäulen-Infrastrukturkonzept für den Landkreis zu erstellen. Dies ist mittlerweile geschehen. Es dient dem jetzt zu erstellenden Karlsfelder Konzept als Grundlage.

Der Landkreis hat sich mit seinem Konzept um staatliche Fördermittel beworben. Bestandteil ist ein Umsetzungsleitfaden, der den Kommunen den Ausbau der Ladeinfrastruktur deutlich erleichtern soll.

Lademöglichkeiten sollen dem Landkreis-Konzept zufolge vor allem in Wohngebieten mit Geschosswohnungsbau geschaffen werden. Günther Rustler von der Gemeindeverwaltung nannte in der Sitzung als Beispiele für Karlsfeld die Bereiche Rathausstraße, Lessingstraße, Wehrstaudenstraße, Karl-Theodor-Straße und Krenmoosstraße/Drosselanger. Dort soll vorzugsweise untersucht werden, ob und mit welchem Aufwand Lademöglichkeiten installiert werden können. In Gewerbegebieten, so die vorherrschende Meinung im Verkehrsausschuss, müssten die Betriebe selbst für Lademöglichkeiten sorgen.

Bürgermeister Kolbe kündigte zudem an, dass die Schaffung von Ladesäulen grundsätzlich bei der Erstellung von Bebauungsplänen berücksichtigt werden solle. Kolbe: „Das Thema E-Mobilität hat sich entwickelt, die Nachfrage wird größer.“  

Thomas Leichsenring

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