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Nach sechs Jahren wieder dabei: Marco Brandstetter zieht in den Gemeinderat ein.

Marco Brandstetter kommt in den Gemeinderat – Bernd Rath scheidet aus

„Es wird keine ruhigen Sitzungen geben“

Marco Brandstetter kommt in den Gemeinderat – Bernd Rath scheidet aus. Brandstetter sagt: „Es wird keine ruhigen Sitzungen geben“

Karlsfeld – Bis 2014 saß Marco Brandstetter im Gemeinderat Karlsfeld. Nun nach sechs Jahren Pause ist er für das Bündnis für Karlsfeld wieder eingezogen. 2014 hatte der Diakon, der im evangelischen Landeskirchenamt in München arbeitet, aber „bewusst aufgehört“, wie er sagt und nicht mehr kandidiert. Das hatte damals berufliche Gründe. „Aber es war auch die Erfahrung, dass eine einzelne Partei alles beschließen kann, was sie durchbringen will“. Die eigene Fraktion, das Bündnis für Karlsfeld, konnte so „nicht sehr wirkungsvoll sein“. Trotz vieler Anregungen und Initiativen hätten sie kaum etwas bewegen können. „Das war schon ein großer Frust.“

Auch wenn rein rechnerisch die CSU nach dieser Kommunalwahl nicht mehr die Mehrheit der Sitze im Gemeinderat hat, würde sich vermutlich nichts an deren Machtposition ändern, schätzt Marco Brandstetter: „Mit den nun zwei Mandaten der Freien Wähler können sie weiter ihre Vorhaben durchsetzen.“ Trotzdem geht er mit neuem Schwung an die alte, neue Aufgabe: „Ich bin ein sehr emotionaler und impulsiver Mensch. Es wird mit mir keine ruhigen Sitzungen geben, das kann ich jetzt schon versprechen.“

Brandstetter hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass er jetzt, wo er sich wieder auf die Liste hat aufstellen lassen, tatsächlich gewählt würde. Er rückte von Platz 10 auf Platz 4 vor und gehört somit wieder der fünfköpfigen Fraktion an. „Wir hatten uns gewünscht, dass junge Leute gewählt werden.“ Brandstetter ist Jahrgang 1964, die übrigen aus seiner Fraktion sind gleich alt oder älter. Immerhin ist der 23-jährige Sebastian Hofner von Platz 23 auf den 10. Platz vorgehäufelt worden.

Bernd Rath scheidet aus dem arlsfelder Gemeinderat aus..

Einer der Ausscheidenden ist der Architekt Bernd Rath – er ist nun nicht mehr im Gemeinderat. „Ich habe aus Altersgründen – ich bin ja bereits 81 Jahre alt – schon vor Beginn der Wahlen auf einen der vorderen Listenplätze des Bündnisses verzichtet, damit nun mal die Jüngeren zum Zuge kommen.“ Und er ergänzt: „Natürlich werde ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten – und natürlich auch im Rahmen meines Gesundheitszustandes – weiterhin in unsere Gemeinschaft einbringen.“ Er ist, nach Holger Linde, der vormals bei der CSU war, zweiter Nachrücker.

Elfriede Peil

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