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Mehr Radlständer wird es schon bald am Karlsfelder Bahnhof geben (Archivbild)

Bauausschuss beschließt: Erste von drei möglichen Baumaßnahmen soll noch 2020 umgesetzt werden

Mehr Abstellplätze für Fahrräder am Karlsfelder Bahnhof

Am Karlsfelder Bahnhof werden weitere Fahrradabstellplätze errichtet. Das hat der Bauausschuss des Gemeinderats am Mittwochabend einstimmig entschieden.

Karlsfeld – Wie viele es letztlich sein werden, ist noch unklar – eine Frage der Finanzierbarkeit.

„Wir reden hier über eine Million Euro, das muss uns klar sein,“ sagte Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU). Siebenstellig wird diese auf einen Antrag der SPD-Fraktion zurückgehende Investition in den Radverkehr allerdings nur, wenn die Gemeinde alle drei Maßnahmen umsetzt, die Planer Michael Luska ausgearbeitet hat. Das wären zum einen die Erweiterung der bestehenden Anlage auf der Ostseite des Bahnhofs sowie zwei neue Flächen für Radlständer an den Ausgängen der neuen Unterführung, eine auf der West- und eine auf der Ostseite.

Letztlich folgte der Ausschuss dem Vorschlag Kolbes, schrittweise vorzugehen. So soll zunächst – möglichst noch 2020 – die bestehende Abstellfläche erweitert werden. Dort stehen aktuell 208 überdachte Abstellplätze zur Verfügung. Mit der Erweiterung kämen 60 neue hinzu sowie, wenn gewünscht, zwölf abschließbare Abstellboxen. Gesamtkosten: rund 128 000 Euro.

Deutlich teurer sind die neuen Flächen, denn hier ist der Aufwand höher: Nach Luskas Schätzung wären es auf der Westseite 483 000 Euro, auf der Ostseite 275 000 Euro. Die Gemeinde müsste allerdings nur einen Teil selbst finanzieren, denn für den Ausbau von Fahrradabstellflächen gibt es staatliche Zuschüsse.

Dennoch: Der teure Neubau auf der Westseite des Bahnhofs soll nur optional umgesetzt werden. Falls gebaut wird, entstehen dort weitere 224 überdachte Abstellplätze sowie 32 Abstellboxen.

Zuvor soll aber laut Ausschussbeschluss auf der Ostseite des Bahnhofs gebaut werden, denn dort ist der Bedarf besonders hoch. Die 72 Stellplätze dort reichen bei Weitem nicht, sie sind zudem nicht überdacht. Nach Luskas Planung könnten auf einer neuen Fläche 128 überdachte Abstellplätze geschaffen werden, zusätzlich seien 96 nicht überdachte möglich.

Für alle drei Maßnahmen gilt: Die Flächen sind gut erreichbar, gut einsehbar, und die Stellplätze sind nicht mehr als 100 Meter vom Bahnsteig entfernt.

Thomas Leichsenring

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