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Spaß an der Aufgabe: Josef Rieger beim Richtspruch auf dem Baugerüst.

Neue Grundschule an der Krennmossstraße in Karlsfeld

Richtfest am Riesenprojekt

Beim Richtfest für die neue Grundschule an der Krenmoosstraße gab es viele anerkennende Kommentare, Freunde, Erleichterung, ein bisschen Neid- und ganz viel Gaudi beim Vortragen des Richtspruchs.

Karlsfeld – Nur ein Jahr nach dem Spatenstich konnte das Richtfest für die neue Grundschule an der Krenmoosstraße gefeiert werden. Und es war wahrlich ein Fest: Die Begeisterung über diese ungewöhnliche Architektur war bei den Gästen deutlich zu hören und zu sehen. „So hell und großzügig.“ „Das ist ja riesig und doch übersichtlich“, so die Kommentare.

Und Rektorin Barbara Sparr, die zusammen mit ihrem Vorgänger Roland Karl an der Planung beteiligt war, sagte nach dem Rundgang: „Ich bin sehr beeindruckt von der baulichen Umsetzung und freue mich sehr darauf, dieses neue Gebäude mit einem modernen, schülerbezogenen Lernkonzept auszustatten. Wer erlebt schon in seiner Schullaufbahn eine so gravierende Veränderung?“ Zum September 2021 soll das Gebäude bezugsfertig sein.

Nicht nur Freude, sondern auch Erleichterung waren aus dem Grußwort von Bürgermeister Stefan Kolbe zu hören: „Es hat bisher alles wunderbar zügig und unfallfrei geklappt.“ Die Entscheidung für den Entwurf des Architekturbüros „h4a Gessert + Randecker Generalplaner“ habe sich als richtig erwiesen. Er betonte die gute Zusammenarbeit von Firmen, Planern und Bauherr. Sie sei immer lösungs- und erfolgsorientiert gewesen, der vorgegebene Terminplan wurde eingehalten.

Die Schule wird allerdings teurer. „Es werden wohl doch etwas mehr als die veranschlagten 34 Millionen“, gab Kolbe bekannt. Und bei dem staatlichen Zuschuss von 15 Millionen fand der Bürgermeister: „Das hätte ruhig etwas mehr sein können.“ Just an diesem Richtfesttag war die erste Rate von 4,2 Millionen eingegangen, wie Kämmerer Alfred Giesinger erfreut mitteilte.

Landrat Stefan Löwl zeigte sich „positiv neidisch“, dass dieses „großartige Bauwerk so weit fortgeschritten ist“. Im Blick auf den Neubau des vierten Landkreisgymnasiums in Karlsfeld sagte er: „Ich hoffe, dass sich das auch so zeitnah entwickelt zwischen erstem Spatenstich und Richtfest. Die Vorfreude wächst.“

Ganz entsprechend der Tradition einer bayerischen Hebweihfeier erklomm Josef Rieger von der Hochbaufirma Zech das Gerüst am Rohbau und amüsierte das verehrte Publikum mit bayerischen Reimen auf die Leistungen und das gute Miteinander aller Beteiligten. Er vertrat den Chef-Polier Günter Bojer, der das Reden lieber ihm überließ – was Rieger offensichtlich genoss, einschließlich der drei Gläser Wein, die er anschließend an der Wand zerschmetterte. Er ließ einmal den Bauherrn hochleben, dann die Planer, Ingenieure, Architekten und Experten und schließlich drittens die Handwerker: „Dass sie, ich darf‘s mit Stolz verlesen, die Wichtigsten am Bau gewesen.“

Und alle miteinander, sie und die Promis wie Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath, Schulamtsvertreterin Petra Fuchsbichler, die Gemeinderäte, Schulleiter, Ehrenringträger, Landrat und Bürgermeister genossen den Richtschmaus und das Bier und die Limo. Essen und Trinken hält eben nicht nur Leib und Seele zusammen, sondern auch eine Baugemeinschaft.

Elfriede Peil

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