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Schon wieder Rauch auf dem Ludl-Anwesen: Diesmal brannte ein Dachstuhl. 77 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Polizeiim Einsatz

Mehrere Brandherde in einem Dachstuhl 

Schon wieder ein Brand auf demLudl-Anwesen in Karlsfeld

Schon wieder ein Brand auf dem Ludl-Anwesen in Karlsfeld! Nachdem dort bereits im vergangenen Jahr zwei Mal die Feuerwehr anrücken musste, gab es dort am Samstag schon wieder ein Feuer.

Update um 12:56 Uhr: Laut Polizeipräsidium Oberbayern-Nord dürfte es sich um Brandstiftung handeln, da das Feuer an mehreren Stellen ausgebrochen sei, so ein Sprecher gestern. Da es sich um ein Abrissgebäude handele, sei kein Schaden entstanden. Die Kripo Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen aufgenommen.


Karlsfeld Auf dem Ludl-Anwesen an der Münchner Straße hat es am Samstagabend schon wieder gebrannt. Diesmal musste einGroßaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst um 20.43 Uhr ausrücken, um den Brand in einem Dachstuhl eines ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäudes bekämpfen. Zur Erinnerung: Am 15. April 2019 hatte ein Feuer einen Stadel auf dem Ludl-Anwesen vernichtet. Nur zehn Tage später brannte dort Stroh.

Im aktuellen Fall gingen nach Angaben der Kreisbrandinspektion Dachau zwei Trupps unter schwerem Atemschutz mit je einem C-Rohr zur Brandbekämpfung und Personensuche ins Gebäude und konnten mehrere Brandherde ausfindig machen und ablöschen. Weil das Innere des Hauses stark verraucht war, unterstützte ein weiterer Atemschutztrupp die Arbeiten und schaffte Abluftöffnungen, um taktische Ventilationsmaßnahmen zu ermöglichen.

Die Ausbreitung des Feuers auf das Gebäude wurde durch das schnelle Eingreifen verhindert, nach kurzer Zeit konnte schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden und ein Großteil der alarmierten Einsatzkräfte wieder von der Schadensstelle abrücken. Für die Nachlöscharbeiten und das Absuchen nach Personen im angrenzenden ehemaligen Wohnhaus blieben die Feuerwehren Karlsfeld und Dachau vor Ort. Verletzt wurde bei dem Feuer glücklicherweise niemand, die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.

Insgesamt waren neben Rettungsdienst, THW und Polizei 77 Kräfte aus den Feuerwehren Karlsfeld, Dachau, Indersdorf, Prittlbach, Badersfeld und Riedmoos sowie die Werkfeuerwehr MTU-MAN und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung vor Ort. Während der Lösch- und Aufräumarbeiten musste die Münchner Straße für den Verkehr gesperrt werden.

Über die Ursache gab es gestern von den Einsatzkräften keine Aussagen. Beim Stadelbrand am 15. April war die Kripo Fürstenfeldbruck „mindestens von fahrlässiger Brandstiftung“ ausgegangen. Auch beim Strohbrand hatten die Ermittler Vorsatz nicht ausschließen wollen, hielten jedoch auf Grund der warmen Jahreszeit eine Selbstentzündung für möglich. Ob alle drei Sachverhalte zusammenhängen oder ob die beiden Brände vom April 2019 bereits aufgeklärt sind, konnten Polizei und Feuerwehr am Sonntag noch nicht sagen.  dn

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