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Als „städtebauliche Dominante“ bezeichnen Fachleute das elliptische Gebäude an der Münchner Straße. Eine Bar auf dem Dach wird es leider nicht geben.  

Bauprojekt in Karlsfeld

Aus der Traum von der  Skybar - Aufs Hochhaus auf dem Ludl-Gelände kommt nun doch keine Gastro

  • vonThomas Leichsenring
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Unerfreuliche Nachricht für die Karlsfelder: Aus der geplanten Skybar auf dem Hochhaus, das auf dem Ludl-Grundstück entsteht, wird nichts.

Karlsfeld – Das hatte man sich so schön vorgestellt und so stimmungsvoll: eine nette Bar mit Außenbereich hoch droben über den Dächern von Karlsfeld, vielleicht den Sonnenuntergang genießen mit einem Drink in der Hand. Doch daraus wird nichts. Die Bar auf dem Hochhaus, das auf dem Ludl-Grundstück gebaut wird, kommt nicht.

Diese unerfreuliche Nachricht wurde am Mittwochabend im Bauausschuss bekannt gemacht – unübersehbar zur großen Enttäuschung der Gemeinderäte.

Den Ausschussmitgliedern lagen die ersten vier Bauanträge für den neuen Ortsteil vor, der gegenüber der Gartenstraße auf der Westseite der Münchner Straße entstehen wird. Sie sollten über kleinere, städtebaulich kaum relevante Befreiungen von den Vorgaben des Bebauungsplanes entscheiden, die das Bauamt dem Investor erteilen will. Eine Formalie.

Einer dieser Bauanträge betrifft das 36 Meter hohe elliptische Gebäude direkt vorne an der Münchner Straße – ein Hotel und weithin sichtbares Wahrzeichen. Doch statt einer schicken „Skybar“ (Himmelsbar) will der Bauherr jetzt ganz profan technische Anlagen oben draufsetzen. Dies bestätigte Bauamtsleiter Günter Endres auf Nachfrage von Franz Trinkl (SPD). Die Info vom Aus für die Bar kam also eher nebenbei.

Diese Bar hätte man gern gehabt in Karlsfeld. Damit sie auch gebaut wird, räumte der Gemeinderat dem Investor sogar ein, die Geschossflächenzahl zu erhöhen. „Ein Zuckerl für den Investor“ nannte Trinkl das Entgegenkommen der Gemeinde.

Eine aktuelle Begründung, warum das „Zuckerl“ nicht umgesetzt wird, nannte der Investor nicht. Vor einigen Monaten hatte Planer Klaus Kehrbaum jedoch mitgeteilt, dass kein Interessent gefunden worden sei, der die Bar betreiben will.

Wie berichtet, zieht der Lidl-Markt von der Nibelungenstraße aufs Ludl-Gelände. Gemeinderätin Cornelia Haberstumpf-Göres (Grüne) forderte in der Sitzung, dass eine zeitliche Begrenzung von Lichtwerbung des Discounters sowie des Hotels sichergestellt werden müsse. Dies ist über den Bebauungsplan nicht möglich, teilte Endres mit. Bürgermeister Stefan Kolbe schlug vor, mit dem Landratsamt Kontakt aufzunehmen. Das Landratsamt kann eine Begrenzung der Lichtwerbung veranlassen. Von 22 bis 6 Uhr soll die Lichtwerbung abgeschaltet werden.

Der Bebauungsplan für das 3,6 Hektar große Ludl-Gelände ist seit wenigen Wochen rechtskräftig. Die Pläne und Texte mit Erläuterungen können auf der Homepage der Gemeinde unter „Bürgerservice/Bauleitpläne rechtskräftig“ und im Rathaus eingesehen werden.

 

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