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Wegen Statikproblemen: Hallenbad bleibt zu ‒ Sicherheit geht dem Karlsfelder Hauptausschuss vor

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Noch ist nicht abzusehen, wann das Hallenbad Karlsfeld wieder öffnet.
Noch ist nicht abzusehen, wann das Hallenbad Karlsfeld wieder öffnet. Foto: : ep © : ep

„Das tut mir selbst in der Seele weh.“ Bürgermeister Stefan Kolbe hat in einer Pressemitteilung am Donnerstag darüber informiert, dass das „Hallenbad Karlsfeld bis auf Weiteres geschlossen“ ist. Er bedauere das sehr, „eine unschöne Geschichte“, aber die Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses vom vergangenen Dienstag sei unumgänglich gewesen.

Karlsfeld ‒ „Sicherheit geht vor.“ Seit dem 6. Oktober ist der bereits eingeschränkte Betrieb des Hallenbades ganz eingestellt. In der Pressemitteilung heißt es: „Die Gemeindeverwaltung Karlsfeld hat in Zusammenarbeit mit einem Prüfsachverständigen im Zuge der Planungen für die Sanierung festgestellt, dass am Dach des Hallenbades Karlsfeld statische Probleme vorliegen, die aktuell eine Schließung des Hallenbades bis auf Weiteres erforderlich machen. Es werden weitere Prüfungen vorgenommen und ein entsprechendes Sanierungskonzept ausgearbeitet.“

Kolbe erläutert dazu auf Nachfrage: „Die Tragfähigkeit des Daches macht Probleme.“ Bis wann es saniert und das Bad wieder geöffnet werden kann? „Ich kann leider keinen Zeitpunkt nennen. Es kommt auch darauf an, wie man die entsprechenden Firmen kriegt.“

Erhoffte Förderung vom Bund für Sanierung blieb aus

Die Sanierung des Hallenbades ist in der Gemeinde ein Dauerthema, auch die Dachauer Nachrichten berichteten mehrfach darüber. Zuletzt war es 1999 aufwendig saniert worden. 2020 nannten Experten für eine dringend notwendige Sanierung die Summe von 9,3 Millionen Euro. Man erhoffte sich eine Förderung durch den Bund, die aber ausblieb.

Im April 2021 gab es Beifall von rund 30 Hallenbad-Fans als der Gemeinderat einstimmig beschloss: „Das Hallenbad wird saniert.“ Da lagen die veranschlagten Kosten schon bei 11 Millionen Euro. Ende Mai 2022 hieß es dann aber aus dem Rathaus: Die Sanierung ist zu teuer, sie wird gestoppt. 13,62 Millionen Euro sollten es da bereits sein – eine Summe, die die finanzschwache Gemeinde kaum aufbringen kann. Wie es weitergeht im Auf und Ab der Sanierung ist offen. Anfang 2024 will der Gemeinderat Karlsfeld eine endgültige Entscheidung treffen.

Aktuell hat die Gemeinde alle Schwimmkurse in den Herbstferien abgesagt, es gibt kein Vereinsschwimmen. Und natürlich kein Freizeitschwimmen. „Den Unmut über die erneute Schließung kann die Gemeinde sehr gut verstehen, musste das Hallenbad schon in der Corona-Zeit für längere Zeit seine Pforten schließen“, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Nicht nur wegen Corona: Im vergangenen Jahr war das Bad für Instandsetzungsarbeiten am Dach bereits mehrere Wochen geschlossen. Elfriede Peil

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